Am Sonntag (16.08.) soll weltweit in Kameras gewunken werden. Um gegen Überwachung zu protestieren. Das ist die Idee hinter dem Worldwide Wave at Surveillance Day.

Zum mittlerweile fünften Mal ruft ein Aktivist für Datenschutz und Privatsphäre mit dem Pseudonym Zorbitor zum weltweiten Wave at Surveillance auf, der in diesem Jahr am kommenden Sonntag (16.08.) stattfinden soll. Es ist der Versuch, so viele Menschen wie möglich dazu zu bekommen, an diesem Tag in Überwachungskameras zu winken - sei es auf der Straße, im Supermarkt oder am Zaun vom Nachbarn.

Aufmerksamkeit schärfen

Über die Aktion kann man sich lustig machen, so wie es Wired.com schon 2012 gemacht hat - mit der Anmerkung, dass das Winken wohl niemanden groß beeindrucken dürfte, weil Überwachungskameras in den meisten Fällen automatisch betrieben und ausgewertet werden - und nicht von Menschen. Man kann die Aktion auch - wie das Vice-Team - den faulsten Protest der Welt nennen.

"Eine Umfrage des PEW Research Centers hat ergeben, dass weniger als ein Drittel der US-Amerikaner ihre Privat-Daten in irgendeiner Weise schützen."
Tina Kießling, DRadio-Wissen-Redakteurin

Man kann die Aktion aber auch anders sehen. "Beim Worldwide Wave at Surveillance Day geht es schon allein darum, dass du mal durch die Stadt gehst und einfach nur schaust, wo eigentlich überall Kameras hängen", sagt DRadio-Wissen-Redakteurin Tina Kießling. Ein The-Kernel-Autor zum Beispiel hat 2014 auf einem Spaziergang durch London von jeder Kamera, die er gesehen hat, ein Bild gemacht. Am Ende hatte er 427 Fotos und Ärger mit der Polizei.