2007 gewann Al Gore mit seiner Doku "Eine unbequeme Wahrheit" einen Oscar. Zehn Jahre später beschäftigt sich seine Fortsetzung nun erneut mit den Folgen des Klimawandels.

Im Oktober kommt der zweite Teil von Al Gores preisgekrönter Doku über die globale Erwärmung in die Kinos. Deutschlandfunk-Nova-Reporter Marcel Emmel konnte sich den Film mit dem englischen Titel "An Inconvenient Sequel: Truth To Power" bei den Filmfestspielen in Cannes schon einmal ansehen. Marcel sagt: Die Fortsetzung ist wieder ziemlich unbequem - aber auch sehr sehenswert.

Auch dieses Mal gibt es viele Beispiele, aktuelle Zahlen und Statistiken zum Klimawandel. Al Gore ist für den Film viel um die Welt gereist. In einer Szene steht er in Miami auf dem Ocean Drive, erzählt Marcel. "Da sagt er: Der Ocean Drive hier könnte in einigen Jahrzehnten tatsächlich zum Ocean Drive werden, weil man durch den Ozean fahren muss, weil der Meeresspiegel steigt."

"Natürlich ist es weiterhin ein bisschen belehrend. Aber ich finde es nicht mehr so krass wie im ersten Teil, wo es wirklich sehr um diese Power-Point-Präsentation ging."
Deutschlandfunk-Nova-Filmexperte Marcel Emmel

Statt einer Diagramm- und Datenschlacht, wie es im ersten Film so ein bisschen der Fall war, ist die Fortsetzung also eher eine Reise, die der Zuschauer mit Al Gore antritt, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporter Marcel Emmel. Es gibt viele beeindruckende Bilder, zum Beispiel von reißenden Flüssen in einer Gletscherspalte in Grönland.

"Ich finde vor allem auch wegen dieser teilweise schockierenden Bilder sollte man ins Kino gehen."
Deutschlandfunk-Nova-Filmexperte Marcel Emmel

Die Bilder wirken vor allem auf der großen Kinoleinwand besonders gut, sagt Marcel. Ein Film, der seiner Meinung nach absolut fürs Kino gemacht ist.