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In Zagreb? Bei ihrer Affäre? Bei Oma auf der Insel? In ihrem Debütroman "Die Nachkommende" erzählt Ivna Žic die Geschichte einer jungen Frau, die nicht weiß, wo ihr zuhause ist.

Sie ist in Paris gewesen. Und sie wird gleich in Zagreb sein. Sie reist von einem Ort der Hoffnung zum anderen. In Paris hat sie den Mann getroffen, den sie seit einem Jahr liebt. Dem sie folgt, soweit er es zulässt. Den sie nicht anruft, weil er es nicht will. Der jetzt ständig sie anruft. Aber sie geht nicht ran. Sie hasst das gemeinsame Jahr, weil es ein verlorenes Jahr ist.

Wo ist zuhause?

"Die Nachkommende" heißt das Romandebüt von Ivna Žic, das größtenteils zwischen den Welten spielt: In einem Zug zwischen Paris und Zagreb, in einem Bus zwischen Zagreb und Zürich, auf Bahnhöfen und Busbahnhöfen, zwischen Abfahrt und Ankunft, und in dem seltsamen Zustand, in dem man festhängt, wenn man noch nicht richtig schläft, aber auch nicht mehr ganz wach ist.

"Wie der Nachname der Protagonistin verrät auch der Nachname der Theaterwissenschaftlerin und Regisseurin ihre Wurzeln, beziehungsweise die Wurzeln ihrer Vorfahren. Er verrät alles. Und nichts!"
Lydia Herms, Deutschlandfunk-Nova-Buchkritikerin

Wie ihre namenlose Protagonistin ist die Schriftstellerin Ivna Žic in Kroatien geboren und in der Schweiz aufgewachsen. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft, Schauspielregie und Szenisches Schreiben. Seit 2011 arbeitet sie als freie Autorin, Dozentin und Regisseurin.

Für ihren Debütroman "Die Nachkommende" wurde sie 2019 sowohl für den Österreichischen Buchpreis als auch für den Schweizer Buchpreis nominiert. 2020 erhielt sie den renommierten Anna Seghers-Preis.

Das Buch: "Die Nachkommende" von Ivna Žic | Verlag Matthes & Seitz, Berlin | 167 Seiten | gebunden, Hardcover: 20 Euro, E-Book: 15,99 Euro | erschienen am 02.08.2019