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Die Ausbildung war fertig, der Bus auch. Also sind Anka und René aufgebrochen und musizierend durch Italien gereist. Sogar auf dem rauchenden Ätna haben sie gespielt.

Für ein halbes Jahr waren Anka Slavik und René Huber auf der Straße in Italien unterwegs – mit ihren Instrumenten und ihrem Bus. Gerade machen sie Pause in Deutschland, nehmen Songs im Studio auf. Eigentlich spielen die beiden als "Nobutthefrog" auch Konzerte, die fallen als Einkommensquelle allerdings gerade aus.

Ihre Reise und ihren Lebensunterhalt haben die beiden während dieser Zeit mit Straßenmusik finanziert. Etwa ein bis zweimal pro Woche spielten sie während der sechs Monate auf der Straße, erzählen sie – besonders gerne auf Märkten mittelgroßer Städte. War erst mal ein guter Standort gefunden, spielten sie dort meist zwischen einer und zweieinhalb Stunden.

Schwankende Einnahmen

Der Geigenkoffer von Anka lag dann stets geöffnet vor ihnen. Grundsätzlich haben sie ganz unabhängig vom Standort an den Wochenenden eher mehr eingenommen, am Wochenbeginn eher wenig. Die Bandbreite reichte von vielleicht 30 Euro bis zu 300 Euro je Auftritt, erinnern sie sich.

"Es ist immer wieder wunderschön, wenn jemand stehenbleibt."
Anka von Nobutthefrog über das Musikmachen auf der Straße

Die beiden spielen in der Regel ohne Verstärker und haben sich deswegen eher Orte mit einem gewissen Hall ausgesucht – Torbögen zum Beispiel. Ihre Musik ist nichts für sehr belebte und sehr große Fußgängerzonen. Anka sagt: "Die Leute sehen uns nicht und hören uns erst recht nicht." Menschen mit Kindern sind in den Fußgängerzonen grundsätzlich ganz gute Zuschauende, sagt sie.

Pause im Bus: René und Anka in ihrem Bus
© Anka Slavik | René Huber
Pause im Bus: René und Anka in ihrem Bus
"Familien mit Kindern bleiben ganz gerne stehen, weil die Kinder sich auch einfach die Zeit irgendwie nehmen und dann tanzen."
Anka von Nobutthefrog über das Publikum auf der Straße

Trotz Masken haben sich Anka und René ihrem Publikum in Italien ziemlich nah gefühlt und mit der Zeit auch ein bisschen Italienisch gelernt. "Feedback kriegt man eigentlich immer", berichtet René. Auch seien sie mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen, die in Deutschland gearbeitet haben.

Singen mit Maske

Insgesamt weniger lustig war das Reisen während der Pandemie. Die beiden Musizierenden fühlten sich aber nur geringfügig eingeschränkt, sagen sie. In Italien herrscht überall Maskenpflicht, selbst beim Musikmachen - aber auch daran haben sie sich gewöhnt.

Während ihrer Reise haben Anka und René außerdem im Februar den Ätna ausbrechen sehen und auf dem Vulkan die Titelmelodie von Herr der Ringe gespielt. Davon gibt es auch ein Video.

Wenn ihr noch mehr über Anka und René und ihre Reise erfahren möchtet, hört euch das gesamte Audio an. Darin erzählen sie, wie wenig Spaß sie mit einem freundlichen Polizisten in Potenza hatten und wie hart die Konkurrenz und die Regeln für Straßenmusik in Köln sind.