Die Ehe ist mitverantwortlich für die gute Leistung auf dem Platz. Davon ist Tennis-Profi Andy Murray überzeugt. Eine Studie belegt eher das Gegenteil.

Bei einem Tennisturnier ist es so üblich, dass der Gewinner mit einem Filzstift auf der Linse einer Fernsehkamera unterschreibt. Das machen inzwischen allerdings nicht mehr alle so. Und auch Andy Murray, einer der erfolgreichsten britischen Tennisspieler hatte sich für seinen Sieg des Sandplatz-Turniers in Madrid am 10. Mai etwas Besonderes ausgedacht: Er schrieb nicht seinen Namen auf die Linse, sondern: "Marriage works."

Murray hat es genauso gemeint, wie er es aufgeschrieben hat. Er macht seine junge Ehe zumindest mitverantwortlich für seinen Sieg. Nach dem Sieg sagte er: "Ich habe immer gesagt: Wenn das Privatleben geregelt ist, dann beflügelt das auch die Leistung auf dem Platz."

Ehe macht träge

Wenn Murray damit mal nicht alleine ist. Die Forschung belegt zwar einen positiven Einfluss von festen Beziehungen auf die allgemeine Zufriedenheit und das empfundene Glück - der Zusammenhang zwischen Ehe und Leistung auf dem Tennisplatz sei aber tatsächlich eher negativ, fand eine britische Studie zum Thema "Effekt der Ehe auf Wettkampfleistungen männlicher Tennisspieler" aus dem Jahr 2007 heraus. Verantwortlich könnte der in der Ehe gesunkene Testosteron-Spiegel sein.