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Saloua entscheidet sich mit 16, dass sie Kopftuch tragen will. Salouas Eltern kommen aus Marokko. Ihr Vater ist in den 70er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland und hat im Rheinland gemeinsam mit seiner Frau eine Familie gegründet.

Salouas Eltern sind gläubige Muslime, sie beten, feiern Ramadan und das Opferfest. Ihren Kindern überlassen sie die Entscheidung dazu immer selbst. Als Saloua ihrer Familie zum ersten Mal mit Kopftuch gegenübertritt, ist ihr Vater dagegen.

"Die Menschen werden nur noch das Stück Stoff sehen. Die werden nicht dein Herz sehen, die werden nicht deine Seele sehen. Sie werden nicht sehen, wer du bist, was du magst, was du kannst."
Saloua erinnert sich an die Worte ihres Vaters, als sie zum ersten Mal das Kopftuch trägt

Der 11. September 2001

Doch sie behält das Kopftuch auf. Saloua betet jeden Tag, hält Ramadan ein und lebt die Version des Islam, die sie von zu Hause kennt. Sie steht zu moralischen Überzeugungen und will anderen Menschen helfen. Saloua will darum auch Sozialarbeiterin werden. Für sie läuft alles nach Plan - bis zum 11. September 2001. Die terroristischen Anschläge verändern Salouas Leben für immer.

"Schmerzhafte Aussagen, ausgrenzende Aussagen. Beschimpfungen. Aufgrund der gelesenen religiösen Zugehörigkeit."
Nach dem 11. September 2001 nimmt antimuslimischer Rassismus in Deutschland zu

Saloua muss sich immer wieder für ihr Kopftuch rechtfertigen, manche Deutsche halten sie deswegen für eine fundamentalistische Muslima. Dabei geht es ihr genau um das Gegenteil. Sie will Menschen miteinander versöhnen. Auch von der fundamental-islamistischen Seite bekommt sie Gegenwind. Saloua wird sogar von Salafisten bedroht, weil die ihre mitfühlende Version des Islam ablehnen.

Die ganze Geschichte hört ihr hier oder im Podcast.

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