Philipp lebt seit ein paar Monaten in Barcelona in der Nähe des Ortes, an dem der Anschlag stattgefunden hat. 

Philipp erfuhr von dem Terroranschlag am Donnerstagabend, weil eine Freundin aus Deutschland ihm eine Nachricht schrieb und ihn fragte, ob es ihm gut ginge. Kurze Zeit später kam Philipps Freundin und erzählte ihm von dem Terroranschlag auf der Flaniermeile im Herzen von Barcelona.  

Am Donnerstagabend ist Philipp nicht aus dem Haus gegangen, weil er ein wenig erkältet ist. In den Stunden nach dem Anschlag hat er es erst mal vermieden, das Haus zu verlassen. Am Morgen danach war er aber schon wieder einkaufen.

"Die Stimmung in der WG ist ein bisschen anders gewesen, alle saßen im Fernsehzimmer und gucken die Nachrichten - da ist ein sehr großes Bedürfnis, die Neuigkeiten mitzubekommen."
Philipp lebt seit einem Jahr in Barcelona.
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Im Dezember vergangenen Jahres wohnte Philipp noch in Berlin und hat sich unweit der Stelle aufgehalten, an der der Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt verübt wurde. 

Vergleiche zu ziehen, wie die Menschen auf beide Attentate reagiert haben und, ob es Unterschiede gab, ist schwierig. Er merkt nur in seinem Freundes- und Bekanntenkreis, dass die Leute ein größeres Bedürfnis haben ihn anzurufen und Nachrichten zu senden, um persönlich zu erfahren, wie es ihm geht. 

"Die Anschläge werden gefühlt nicht weniger und es macht sich eine gewisse Ernüchterung breit. Ehrlich gesagt, ich fühle mich auch ein bisschen abgestumpft demgegenüber auch."
Philipp lebt seit einem Jahr in Barcelona.

Nicht mehr raus zu gehen oder nicht mehr mit dem Laptop im Café zu sitzen, um zu arbeiten, sieht Philipp nicht ein. Er sagt, dass letztendlich jederzeit ein Anschlag geschehen könnte und, dass er nicht die ganze Zeit mit einem mulmigen Gefühl unterwegs sein möchte. 

"Da müsste ich ja die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl haben, auch wenn ich einkaufen gehe, kann was passieren. Ich sehe es ehrlich gesagt nicht ein, mit Angst durch die Gegend zu laufen."
Philipp ändert seinen normalen Tagesablauf nicht, weil es einen Anschlag gab.