Falten machen alt. Deshalb wollen Frauen sie los werden oder erst gar nicht bekommen. Cremes versprechen, Falten zu reduzieren und werden von Frauen gerne gekauft und schon jung prophylaktisch aufgetragen.

Hersteller versprechen eine Reduzierung der Falten innerhalb von 14 Tagen oder eines Monats. Wie diese Cremes das im Detail machen, bleibt ein Rätsel, ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Erklärungen zur Wirkungsweise klingen oft sehr wissenschaftlich, sagt Nicole Merbach. Sie ist Redakteurin bei Stiftung Warentest für Ernährung, Kosmetik und Gesundheit und hat die Wirkung von Antifaltencremes an 270 Probandinnen getestet.

"Sichtbare" Versprechen

Ziel des Tests war es, zu überprüfen, ob die Versprechen der Hersteller wie "reduziert Falten sichtbar" eingelöst werden. Dafür haben sich Frauen über mehrere Wochen die eine Gesichtshälfte mit Antifaltencreme und die andere Hälfte mit einer guten Feuchtigkeitscreme eingecremt. Die Frauen wurden vor und nach dem Test fotografiert. Das Ergebnis ist ernüchternd: Eine Wirkung wurde nicht festgestellt.

"Wir sind zu dem mehr als enttäuschenden Ergebnis gekommen: Man sieht einfach nichts."
Nicole Merbach, Redakteurin Stiftung Warentest

Anders ausgedrückt, eine gute Feuchtigkeitscreme bringt den selben Effekt wie eine Antifaltencreme. Die Feuchtigkeitscreme schafft es, kleine Trockenheitsfältchen gerade zu bügeln, erklärt Nicole Merbach. Das sollte zumindest auch eine Antifaltencreme schaffen, doch beim Test ist selbst dabei eine hochpreisige Creme durchgefallen.

Der Glaube an eine Illusion

Ähnlich enttäuschend ist der Test mit den Anti-Cellulite-Cremes verlaufen: Versprochen wird eine Straffheit, die verloren gegangen ist. Bei Frauen tritt das häufig ein, weil das Bindegewebe weicher oder schlaffer ist und insgesamt im Laufe der Jahre die Elastizität nachlässt. Die Produkte können das nicht aufhalten und sind im Test allesamt mit mangelhaft durchgefallen.

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