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Er lebt in Gelsenkirchen, mag Fußball und Graphentheorie. Das erzählt Tobias Urban in seinem Vortrag. Kommerzielle Anbieter wissen das schon längst: Sie haben seine Daten. Dank Cookies. Ein Vortrag des IT-Sicherheitsfachmanns.

Was bedeuten die gigantischen Datensammlungen durch soziale Netzwerke und kommerzielle Unternehmen für das, was wir Privatheit nennen? "Ich habe doch nichts zu verbergen!", sagen manche, wenn das Gespräch auf den aktuellen Widerspruch von Internet-Nutzung und Privatheit kommt. Aber können wir deshalb auf Privatheit verzichten, auf einen Rückzugsraum, in dem wir bestimmen, wer was über uns weiß?

"Als privat gilt etwas dann, wenn man selbst den Zugang zu diesem Etwas kontrollieren kann."
Beate Rössler, Philosophin, Definition von privat

Cookies sind nervig und lästig – und oft schlucken wir sie einfach, weil wir den Dienst dahinter nutzen wollen. Urban geht in seinem Vortrag der Frage nach, was Privatheit ist, wozu wir sie brauchen und welche kulturellen Unterschiede es gibt. Und er erklärt, wie Cookies funktionieren, auf welche Weise die Firmen dahinter miteinander kommunizieren und unsere Daten zu Profilen verbinden.

"Ihr werdet fast auf jeder Webseite, die ihr besucht, getrackt. Und Google ist einer der größten Player."

Urban zitiert den Merksatz: "If you are not paying for it, you're not the customer; you're the product being sold".

"Werbung ist der Kraftstoff, der unser modernes Web betreibt."

Dr.-Ing. Tobias Urban hat Informatik und Internet-Sicherheit studiert, zu IT-Sicherheit promoviert ("Datenschutz im Internet") und ist Postdoktorand am Institut für Internet-Sicherheit an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Zudem arbeitet er als Berater bei der secunet Security Networks AG.