Hippe Smartwatches gehen bisher nicht so gut. Nun hat Apple seine Apple Watch vorgestellt und will den Trend lostreten. Viele Beobachter sind nach der Präsentation erstmal etwas enttäuscht. Wenn es wirklich klappen soll, müssen die Anwendungen für den Handgelenk-Computer überzeugen.

Die groben Fakten: Die Apple Watch wird es in zwei Größen geben, die kleinere kostet ab 400 Euro, die größere kommt 50 Euro mehr. Je nach Material steigen die Preise dann auf bis zu 18.000 Euro für die Gold-Variante. Dafür gibt's dann eine Uhr, deren Uhr 18 Stunden halten soll. "Das Ladekabel wird also ständiger Begleiter dieser Uhr sein", sagt unser Reporter Wolfgang Stuflesser.

Apple könnte die Trendwende bringen

Die Beobachter der Apple-Präsentation sind also etwas ernüchtert. Die Uhren-Hersteller hingegen nehmen den neuen Konkurrenten auf ihrem Markt aber durchaus ernst, sagt Marco Rechenberg vom Magazin GQ: "Seit einem Jahr sprechen die traditionellen Uhrenhersteller intensiv über die Uhr." Apple könnte die Trendwende im noch mauen Smartwatch-Markt bringen.

"Beim Erfolg der Apple Watch geht es gar nicht so sehr um das Design. Sondern darum, ob es eine Anwendung geben wird, die so wichtig ist, dass man die Uhr immer dabei haben will."

Wenn sich die Smartwatch durchsetzt, wird der Platz am Handgelenk eng, meint Marco Rechenberg: "Da weiß ich nicht, ob dann noch eine Uhr aus der Schweiz angelegt wird." Derzeit boomt die Uhrenbranche noch und fährt prächtige Gewinne ein. Jüngere Menschen verzichten aber gerne auf den Chronographen. "Da könnte die Apple Watch der Branche sogar helfen", vermutet Rechenberg, "und vielleicht tragen wir in zehn Jahren zwei Uhren am Handgelenk, eine links, eine rechts."