In den eigenen vier Wänden genauso viel zu leisten wie im Büro oder in der Bib, das kann herausfordernd sein. Tipps dazu, wie Arbeit von zu Hause gelingt, geben in der Ab 21 eine Psychologin und ein Student in Italien, der schon länger mit der Ausgangssperre lebt.

Eigentlich macht Fabian Masarwa in Mailand seinen Master fertig – wegen der verschärften Ausgangssperre schreibt er seine Masterarbeit jetzt in seiner WG und kann nur noch zum Einkaufen raus.

"In der Theorie würde ich gerade mein letztes Semester an der Uni verbringen, in der Praxis verbringe ich mein letztes Semester in meinen eigenen vier Wänden."
Fabian lebt in Italien mit der Ausgangssperre

Weil Italien in Sachen sozialer Isolation der Gesellschaft in Deutschland um einige Wochen voraus ist, hat Fabian deswegen schon einige Tipps für ein diszipliniertes und produktives Homeoffice gesammelt.

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Struktur im Homeoffice ist ganz wichtig, sagt Arbeitspsychologin Veronika Jakl – so vermeiden wir nämlich Ablenkungen und bringen uns in einen Arbeitsmodus. Nicht nur deswegen ist es laut der Psychologin wichtig, auch in den eigenen vier Wänden eine klare Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen.

Zu Hause arbeiten: Routine ist sehr wichtig

Die Psychologin Susanne Bücker untersucht, wie sich die sozialen Einschränkungen, mit denen wir gerade leben, auf unsere Psyche auswirken. Wie Menschen mit der Corona-Krise umgehen, kommt auch ganz auf die individuelle Lebenssituation an, bemerkt die Wissenschaftlerin. Jede und jeder von uns kann auch hier an der Studie teilnehmen.

Übrigens: Auch die Redaktion von Deutschlandfunk Nova arbeitet gerade größtenteils von zu Hause aus.

Zahlen über Homeoffice

  • 39 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben 2018 die Möglichkeit des Homeoffice angeboten, so die Studie eines Marktforschungsunternehmens. Knapp zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten laut einer Umfrage des ZDF Politbarometers einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice.
  • Laut einer Befragung des statistischen Amts der Europäischen Union befindet sich der Arbeitsplatz von fünf Prozent der Menschen in Deutschland zu Hause. Europaweite Vorreiter im Homeoffice sind die Niederlande mit 14 Prozent. Homeoffice-unfreundlich sind besonders osteuropäische Länder wie Rumänien und Bulgarien.
  • Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland würden es bevorzugen, bei gesundheitsgefährdenden Situationen wie bei der jetzigen Ausbreitung des neuartigen Coronavirus von zu Hause aus zu arbeiten. Das hat eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft herausgefunden.
  • Ob Homeoffice nun die produktivere Arbeitsweise ist oder nicht, ist nicht ganz geklärt – Studien dazu gibt es aber zuhauf. Eine der prominentesten Untersuchungen ist dabei eine Studie der Stanford University. Über zwei Jahre lang verglichen die Forschenden die Produktivität von Arbeitern eines chinesischen Reiseunternehmens. Das Ergebnis: Diejenigen, die von zu Hause aus gearbeitet haben, waren im Schnitt 13 Prozent produktiver.