Für die einen ist es alter Scheiß - für die anderen eine wissenschaftliche Sensation: Dank einer 50.000 Jahre alten Stuhlprobe steht jetzt fest: Der Neandertaler verschlang nicht nur Mammuts und Riesenhirsche, sondern ließ sich auch Pflanzen schmecken.

Forscher haben Pflanzenreste in einem 50.000 Jahre alten Kot eines Neandertalers gefunden. Das ist überraschend, weil die Wissenschaftler jahrelang davon ausgingen, dass Neandertaler sich hauptsächlich von Fleisch ernährten. In dem Stuhlgang-Fund aus der spanischen Höhle El Salt konnten die Forscher allerdings nicht nachweisen, welche Pflanzen dieser Frühmensch zu sich nahm.

Abwechslungsreiche Ernährung

Den ersten Hinweis auf die pflanzliche Ernährungsweise erhielten die Wissenschaftler, als sie bei der Untersuchung des Zahnsteins eines Neandertalers Pflanzenreste fanden. Mit der Kotanalyse erhärtet sich der Verdacht, dass der Frühmensch nicht nur Fleisch aß. Bislang gingen Forscher davon aus, dass der Neandertaler wegen seiner einseitigen und unflexiblen Ernährungsweise ausgestorben sei.