Das Federkleid der Urvögel entwickelte sich in der Evolution erst später zum Fliegen. Ursprünglich schützte es die Vögel vor Kälte, half beim Brüten die Eier schön warm zu halten und diente als Schmuck. Mit den Federn an Schwanz, Flügeln und Hinterbeinen wollte der Archaeopteryx bei möglichen Paarungspartner trumpfen.

Das haben Wissenschaftler bei der Untersuchung eines versteinerten Archaeopteryx herausgefunden, der 2011 entdeckt wurde. Bei diesem Fossilienfund sind nicht nur die Abdrücke der Federn an den Schwingen und am Schwanz gut sichtbar, sondern auch die Körperfedern. Der Paläontologe findet vor allem die langen Federn an den Beinen bemerkenswert.

"Das deutet daraufhin, dass das Tier so eine Art Federhose hatte."
Oliver Rauhut, Paläontologe

Ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Archaeopteryx handelt, können die Forscher nicht mehr feststellen. Beeindruckende Schwanz- oder Beinfedern hätten Männchen und Weibchen getragen. Und mit der Analyse des 11. gefunden Archaeopteryx kam heraus: Auch Tiere, die gar nicht fliegen konnten, trugen Federn. Daraus schließt Oliver Rauhut, dass Federn vor dem Flugvermögen entstanden sind. Erst im Laufe der Evolution lernten diese Tiere das Fliegen.