Alles kann - nichts muss. Die Idee: Ein Haus, das sich mit seinen Bewohnern verändert. Flexibler Wohnraum für eine sich verändernde Gesellschaft.

Wohne ich lieber allein oder in einer WG? Brauche ich Ruhe oder will ich Menschen um mich herum? Schön wäre es, wenn man das flexibel entscheiden könnte. An der Berliner Kurfürstenstraße entsteht ein Haus, das das möglich machen soll: In dem nebeneinander liegende Wohnungen voneinander getrennt, bei Bedarf aber auch zusammengelegt werden können.

"Das Haus besteht aus sechs Türmen, die sich horizontal und vertikal überschneiden. Die Überschneidungsräume können gemeinsam genutzt werden."
Johanna Meyer-Grohbrügge, Architektin

Das Berliner Architekturbüro June14 plant das Projekt. "Uns gefiel der Gedanke, dass man zu nichts gezwungen ist", sagt Johanna. Die Idee kam ihr in Tokio, wo sie zusammen mit ihrem Partner fünf Jahre lang bei Sanaa gearbeitet hat.

Skizze eines Wohnhauses
© June14
So soll es einmal aussehen: Viele Ebenen, offene oder geschlossene Türen.

Das Haus kann auf neue Lebensumstände eingehen - Familien entstehen oder Paare trennen sich wieder. Und es lässt seinen Bewohnern viel Spielraum. Mit Freunden und Freunden von Freunden hat Johanna das Grundstück gekauft. Eine Baugemeinschaft will das Haus nun errichten.

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