Ein internationales Forschungsteam zeichnet seit fünf Jahren mit einem Observatorium für Unterwasserakustik Töne vom Leben im Meer auf. Hört selbst.

Mindestens eintausend bekannte Fischarten machen Geräusche: Sie singen, brummen oder bellen.

Doch nur die wenigsten Menschen haben die Töne bisher gehört. Forschende aus vielen Ländern weltweit, unter anderem des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) wollen diese Klänge – und viele weitere aus dem Meer – auf einer weltweiten Plattform sammeln.

"Mindestens eintausend bekannte Fischarten machen Geräusche."
Timo Nicolas, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Die Atlantische Umber zum Beispiel klingt auf der Suche nach einer Partnerin sehr präzise, rhythmisch und mechanisch. Die Ross-Robbe dagegen hört sich eher nach Science Fiction an, wie ein Raumschiff aus Star Wars. Und der antarktische Zwergwal gibt seltsame Laute von sich, die früher für Spionage-U-Boote gehalten wurden.

Der Sound, wenn Eisberge kollidieren

Mit Mikrofonen, die hunderte bis tausend Meter tief im Wasser hängen, kann aufgezeichnet werden, wie Fische kommunizieren oder wie es klingt, wenn Eisberge kollidieren.

"Das sind unglaubliche Klänge – und das sind auch wirklich die Klänge, die man so unter Wasser hört."
Ilse van Opzeeland, Bio-Akustikerin am AWI

Wenn ihr einige diese Töne hören wollt, dann klickt oben auf das Audio!

Darin wird auch erklärt, wie der Lärm, den wir Menschen verursachen, die Kommunikation der Meeresbewohner stört und bedroht. Und wie wir Menschen den Klang des Meeres indirekt verändern.