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Tagsüber hängt sie ab - kopfüber - und hat ein unfassbar gutes Gehör - die Fledermaus. Aber: Dieses faszinierende Tier ist vom Aussterben bedroht. Wir können ihr helfen, indem wir ihr ein Zuhause bauen.

Die meisten heimischen Fledermäuse gehören zu den gefährdeten oder sogar konkret vom Aussterben bedrohten Tieren. Gründe sind der schwindende Lebensraum, mangelnde Ernährung durch Insektensterben und nicht zuletzt der Klimawandel, dessen Extremtemperaturen Fledermäuse in heißen Gegenden schubkarrenweise tot zu Boden fallen lässt.

Lebensraum der Fledermaus schwindet - Fledermauskasten kann helfen

Um den heimischen Sorten weiter Lebensraum zu bieten, baut Deutschlandfunk-Nova-Netzbastler Moritz Metz mehrere Fledermaus-Häuser auf dem Gelände seiner Werkstatt in Berlin-Kreuzberg.

Mieses Image

Das Image der Fledermaus ist nicht gerade das beste - wir verbinden mit ihr: Dracula, Blutsaugen und die Übertragung des Coronavirus. Dabei ist das nicht ganz zutreffend. Nur drei der über tausend Fledermausarten saugen Blut aus Säugetieren - in Mittelamerika. Diese Spezies kommen ebenso wenig in Deutschland vor wie diejenigen, die Coronaviren übertragen. Zu diesem extrem unwahrscheinlichen Szenario gehören außerdem Wildtiere als Zwischenwirte.

Beeindruckende Fähigkeiten

Eigentlich sind Fledermäuse äußerst beeindruckend. Sie orientieren sich mit für den Menschen unhörbarem Ultraschall, der so laut sein kann wie ein Presslufthammer. Es gibt sie seit 50 Millionen Jahren, sie werden über 20 Jahre alt und verspeisen pro Nacht bis zu 2000 Mücken. Mit Mäusen hat der Aufbau ihres Körpers nichts zu tun, eher mit der Hand eines Menschen. Zu ihren Winterquartieren fliegen sie mitunter Hunderte bis Tausende von Kilometern.