Samantha Cristoforetti hat sich ihren Lebenstraum erfüllt. Sie war auf der Internationalen Raumstation. Nun plant sie den nächsten Schritt.

Knapp 200 Tage war sie auf der Internationalen Raumstation (ISS), von November 2014 bis Juni 2015. Den Start wird Samantha Cristoforetti nicht vergessen. Vom Kosmodrom in Baikonur ging es Richtung ISS. "Ich hatte erwartet, dass ich ein bisschen Angst haben würde", sagt sie, "doch der Start war ein Moment des puren Glücks."

"Wenn ich mir eine Sache gewünscht hätte, dann ist es eine richtige Dusche."
Samantha Cristoforetti, Astronautin

Jahrelang hatte sich Cristoforetti auf diesen Moment und den Einsatz danach vorbereitet. Überlebens-, Fitness- und Unterwasser-Training. Im Mai 2009 war sie zusammen mit fünf anderen Astronauten von der europäischen Raumfahrtagentur ESA ausgewählt worden, unter ihnen auch Alexander Gerst. "Alex war der einzige echte Wissenschaftler in unserer Gruppe. Er durchdenkt die Dinge wirklich", sagt Cristoforetti über Alex Gerst und lacht.

"Die Trainings-Raumanzüge sind nicht für kleine Menschen gemacht."
Samantha Cristoforetti, Astronautin

Auf der ISS hat sich Cristoforetti vor allem um human-physiologische Experimente gekümmert. Unter anderem hat sie an sich selbst untersucht, wie die Blutzufuhr zwischen Kopf und Herz in der Schwerelosigkeit funktioniert. Nur einen Außeneinsatz durfte sie noch nicht absolvieren. Vielleicht kommt der ja noch beim nächsten Trip.

"Ich möchte zurück!"
Samantha Cristoforetti, Astronautin

In Eine Stunde Talk erzählt sie, was ihr beim Training am schwersten gefallen ist, was für ein Typ Alex Gerst wirklich ist und was sie im All über das Leben gelernt hat.