Aufbauspiele erleben gerade ein Comeback. In neuer schöner Aufmachung sind Klassiker wieder erschienen wie Spacebase Startopia, Two Point Hospital, Evil Genius 2. Wer Lust hat, arbeitet auf der Raumstation, im Krankenhaus oder verdingt sich als Bösewicht.

Aufbauspiele haben eine Sache gemeinsam: Die Spielenden gucken von oben auf ein Gelände und müssen bauen. Unzählige Figuren wuseln herum und müssen irgendwelche Aufgaben erledigen.

"Spacebase Startopia"

Wie bei "Spacebase Startopia", wo eine Raumstation den Müllplaneten Sarka umgreist, wo Käfer- und Rüsselnasen-Aliens herumlaufen, die schlecht gelaunt sind, weil sie nichts zu tun haben, sagt Deutschlandfunk-Nova-Gameexperte Thomas Ruscher.

"Zum Glück gibt es eine KI, einen Bordcomputer, der ein bisschen unterstützt und erklärt, was man tun muss."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk-Nova-Gameexperte

Diese Art Spiele ist gut 20 Jahre alt. Damals waren sie total angesagt wie "Startopia". Mit "Spacebase Startopia" ist jetzt sozusagen dasselbe Spiel in schöner neuer Aufmachung herausgekommen.

Erfolgreiches Remake

Ähnlich ist es mit "Two Point Hospital", das ist ein Remake von "Theme Hospital" aus dem Jahr 1997. Die Neuauflage ist vor zwei Jahren erschienen und feiert seitdem Erfolge. Das mag der Anlass für dieses Aufbauspiel-Comeback sein. Wer jetzt denk, Krankenhaus-Spiel, nein, danke, sollte erst mal einen Blick auf das Spiel werfen. Denn "Two Point Hospital" ist anders: Es gibt die Krankheit "Dreckiges Mundwerk" oder eine Rock-n-Roll-Krankheit.

Screenshot Two Point Hospital
© Two Point Studios

Patienten, die von der Rock-n-Roll-Krankheit befallen sind, verändern sich, sehen plötzlich aus wie Freddy Mercury und müssen deshalb intensiv von Psychiatern behandelt werden.

"Evil Genius 2"

Ebenfalls neu aufgelegt ist "Evil Genius 2". Dabei geht es nicht um die Helden, die guten James-Bond-Agenten, sondern um die anderen: die bösen Genies. Als Bösewicht müssen wir hart arbeiten, um uns die Welt zu unterwerfen.

Screenshot "Evil Genius 2"
© Joshua Cartlidge (Rebellion Marketing)

Achtung Klischee-Alarm! Wir können auswählen, welchen der vier Superschurken wir spielen wollen:

  • den bösen, russischen General Ivan
  • die größenwahnsinnige Wissenschaftlerin
  • die moralisch verkommene Geheimdienstchefin
  • Maximilian von Klein, Großindustrieller mit Monokel

Das Spiel nimmt die Agentenfilme der 70er, 80er auf die Schippe – und das macht Spaß.