In Indien und Äthiopien haben Menschen hunderte Millionen kleine Bäumchen in die Erde gebracht. Nun soll es für Deutschland eine ähnliche Aktion am Tag der Deutschen Einheit geben. Die Idee dazu kommt aus Schleswig-Holstein.

Mit der Aktion "Einheitsbuddeln" sollen am Tag der deutschen Einheit so viele Bäume wie möglich gepflanzt werden. Vision der Initiatoren ist es, dass so viele neue Bäume gepflanzt werden, wie es Deutsche gibt. Mindestens sollen aber 40.000 Bäume gesetzt werden.

Gute Pflanzzeit im Oktober

Warum das gerade an diesem Tag geschehen soll, dafür hat Ministerpräsident von Schleswig Holstein Daniel Günther gleich zwei Argumente: Zum einen könne es sich zu einer schönen Feiertagstradition entwickeln, zusammen Bäume zu pflanzen. Zum anderen eigne sich die Jahreszeit sehr gut, um Baumsetzlinge in die Natur zu pflanzen.

Richtiges Einpflanzen ist wichtig

Damit die Aktion etwas bringe, sei es auch wichtig, dass die Setzlinge richtig eingesetzt werden. Dazu zähle die richtige Auswahl der Baumart und des Standortes.

Die Initiatoren raten den Teilnehmern, sich an die zuständigen Forstämter oder an Gärtnereien zu wenden, um sich für den richtigen Baum-Standort beraten zu lassen. Alternativ könne der Baum auch im eigenen Garten angepflanzt werden. Wichtig sei außerdem, dass der Standort nicht zu trocken ist.

"Selbst den Förstern in Deutschland, sind in den letzten zwei Jahren wegen der Trockenheit massenweise Setzlinge eingegangen."
Anne Preger, Deutschlandfunk Nova

Gerade die Setzlinge müssen mit ausreichend Wasser versorgt werden. Pflanze man beispielsweise einen Baum im Wald, müsse man auch beachten, dass Rehe nicht an den Rinden und Blättern knabbern und so den Setzling beschädigen könnten.

Gute Vorbereitung lohnt sich

Es gilt also: Wer mitmachen möchte, sollte nicht einfach drauf los pflanzen, sondern sich bei zuständigen Ämtern, Organisationen oder im Netz die nötigen Tipps holen, damit die Aktion auch Blüten trägt.