Für manche Menschen ist Reisen ein Traum, wer aber zur Schule geht, gerade eine Ausbildung macht oder studiert, kann sich das kaum leisten. Es gibt aber ein paar Wege, wie ihr auch mit wenig Geld ins Ausland kommt.

Wer ins Ausland will, aber nicht so viel Geld hat, sollte sich erst einmal ein paar grundsätzliche Gedanken machen, rät Robert Helm-Pleuger vom Beratungsportal rausvonzuhaus.de :

  • Wo will ich hin?
  • Wie lange will ich bleiben?

Freiwilligendienste und Stipendien

Kürzere Aufenthalte von zwei bis drei Wochen oder Monaten lassen sich gut über Jugendbegegnungen, Work-Camps oder Kurzzeitfreiwilligendienste oder Reise-Stipendien organisieren und finanzieren.

Langzeitaufenthalte lassen sich im Rahmen von Auslandsstudium, Praktikum oder Freiwilligendienst (FSJ) von bis zu zwei Jahren organisieren. Letztere werden vom Bund finanziell gefördert.

Inhaltliche Zielrichtung klären: Was will ich im Ausland machen?

  • Im Rahmen eines Freiwilligendienstes könnt ihr in ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten wie Umweltschutz, Kultur, Sport, soziale Einrichtungen oder Einrichtungen für benachteiligte Menschen.
  • Im Rahmen von DiscoverEU erhaltet ihr ein kostenloses Zugticket, mit dem ihr einen Monat lang umsonst durch Europa reisen könnt. Sobald ihr 18 seid, könnt ihr euch darauf bewerben.
  • Erasmus für Studenten ist das älteste EU-Förderprogramm für Auslandsaufenthalte. Darüber hinaus gibt es noch Erasmus plus für Azubis, Schulen und Jugendbegegnungen.
  • Reisen und Arbeiten im Ausland: Robert Helm-Pleuger macht deutlich, dass das Geld, das ihr im Ausland verdient, in der Regel für Unterbringung und Verpflegung draufgeht. Deswegen müsst ihr die Reise selbst vorfinanzieren.

Robert Helm-Pleuger rät Jugendlichen, sich sehr genau zu überlegen, was sie tun wollen. Wer nur reisen will, sollte am besten vorher jobben. Wer noch bei den Eltern wohnt, kann dann das gesamte Geld sparen.

FSJ sind sehr unterschiedlich

Jedes FSJ ist vom Anbieter und dem Einsatzort abhängig. Grundsätzlich sollte so ein FSJ mit Vorlauf vorbereitet werden. Zwar gäbe es auch Last-Minute-Angebote, da sei dann aber die Auswahl schon eher eingeschränkt.

"Wir raten Jugendlichen, sich ein Jahr im Voraus um ein FSJ zu kümmern."
Robert Helm-Pleuger von rausvonzuhaus.de

Verschiedene Organisationen bieten ein FSJ an. Sie übernehmen die Vorbereitung und werben die Fördergelder beim Bund und der EU ein. Allein in Europa gibt 5000 unterschiedliche Stellen.

Voraussetzungen fürs FSJ:

  • Ihr müsst zwischen 18 und 30 Jahre alt, motiviert und engagiert sein.

Robert Helm-Pleuger und das Team von rausvonzuhaus.de beraten Jugendliche, die den Wunsch haben, für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen. Das Team prüft dann auch, ob es eventuell Fördergelder für den Auslandsaufenthalt gibt.

"Wenn ich sage: Ich möchte etwas lernen und wissen, wie Menschen leben in Afrika, Asien oder Lateinamerika, dann ist das eine Motivation, bei der wir sagen: Das ist sinnvoll."
Robert Helm-Pleuger von rausvonzuhaus.de