Hop-On Hop-Off haben sich die südamerikanischen roten Feuerameisen gesagt, sind an Bord eines argentinischen Frachters gegangen und in Sydney ausgestiegen.

Seit Anfang Dezember jagen ein Team aus 25 Experten gemeinsam mit drei Spürhunden die illegalen Einwanderer aus der neuen Welt. Die Kolonie roter Feuerameisen ist in Port Botany bei Sydney von Bord gegangen. Die ganze Gegend steht jetzt unter Quarantäne, damit sich die roten Biester nicht weiter verbreiten. Würden sie das schaffen, würde das Aufspüren und Vernichten der roten Feuerameise umgerechnet rund 30 Millionen Euro kosten. Die Behörden können bislang nicht mit Sicherheit ausschließen, dass die roten Feuerameisen schon weiter gekommen sind.

"It's going to be a disaster for the environment, and it's going to transform our way of life."

Die rote Feuerameise ist sehr aggressiv gegenüber allen potentiellen Angreifern. Wer in eine Kolonie gerät, wird von ihnen regelrecht überlaufen – sie kriechen die Beine und Arme hoch, stechen und hinterlassen wochenlang unangenehm juckende Pusteln. Tatsächlich sind auch schon Tiere und Menschen an den Stichen gestorben. Die Invasoren könnten aber auch heimische Ameisenarten verdrängen und damit das Ökosystem Australiens gefährlich stören.

Die rote Feuerameise setzt nicht zum ersten Mal über: Bereits 2001 gab es eine größere Invasion, gefolgt von weiteren kleinen. Die australische Regierung hat seitdem umgerechnet ungefähr 190 Millionen Euro für die Bekämpfung der roten Feuerameise ausgegeben.

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