In China können Fahrschüler erst einmal in einem Fahrsimulator üben. Das ist ein echtes Auto ohne Motor, mit VR Technik und Eyetracking. 

Das erste Mal alleine Autofahren. Im Straßenverkehr! Auch wenn der Fahrschullehrer daneben sitzt - vielen wird bei dem Gedanken an diese Situation immer noch kotzübel. Ein Fahrsimulator, wie er in China jetzt vielfach verwendet wird, hätte da womöglich Abhilfe geschaffen.

Damit sich das Fahren im Simulator so echt wir möglich anfühlt, wurden viele Techniken miteinander vereint. Das Auto, in dem die Fahrschüler sitzen, ist echt, der Motor ist ausgebaut und vor der Frontscheibe ist eine Leinwand. 

"Du lässt den Wagen an, drückst aufs Gas, lenkst, das geht alles genau wie beim normalen Fahren. Nur, dass das Auto das Gas nicht in Umdrehungen umsetzt und dass dir die erweiterte Realität angezeigt wird."
Kathrin Sielker, Deutschlandfunk Nova, über den Fahrsimulator aus China

Wenn der Schulterblick geübt werden muss, kommt die VR-Brille ins Spiel. Dabei wird direkt per Eyetracking gemessen, wo die Augen hinschauen, sodass der Fahrlehrer mittels dieser Daten noch zusätzliche Tipps geben kann, wie der Schüler sein Fahren verbessern kann. 

Fahrsimulator entlastet Chinas Straßen

Dieser Fahrsimulator für Anfänger schätzen viele Chinesen, denn er entlastet die Straßen ungemein. Jedes Jahr machen dort ungefähr 30 Millionen Menschen den Führerschein und der Andrang wächst. Außerdem ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Fahrschüler auch einige Stunden im Simulator trainieren. Dass der Fahrsimulator bald in Deutschland zum Einsatz kommt, ist allerdings eher unwahrscheinlich.