Ein griechischer Pony ist kein Rechtschreibfehler. Denn beim Pony handelt es sich um ein Automodell der Marke Namco. Gut, besonders schön ist der Pony nicht. Trotzdem ist Jörg Krüger absolut begeistert von seinem kleinen Schmuckstück.

Seit mehr als einem Jahr versucht der Autohersteller Namco seinen Pony wieder ins Rennen zu schicken. Das letzte Modell, der "Pony 3" lief 1983 vom Band. Durch besonders ausgefeiltes Design fällt das Auto nicht gerade auf. Aber es ist eine Art Volksauto, denn das neue Modell, der "Pony 4" soll schon für 7.000 Euro zu haben sein.

Obwohl das Auto aktuell nicht mehr gebaut wird, hat Jörg Krüger vor zwei Jahren durch Zufall ein niegelnagelneues Modell erstanden. Oder besser gesagt: er hat es geschenkt bekommen. Jörg Krüger ist nämlich Chefredakteur von Radio Kreta, dem deutschsprachigen Insel-Sender. Nach einem Interview mit Namco-Chef Petros Kondogouris hat er seinen Pony einfach geschenkt bekommen. 20 Jahre alt und trotzdem fabrikneu.

"Der Pony sieht aus wie ein Zwischending aus SUV und Pickup. Sehr eckig, fast militärisch und ist in einfachster Bauweise gebaut."
Jörg Krüger schwärmt von seinem Pony

Einfachste Technik

Was dem Chefredakteur von Radio Kreta besonders gefällt: die einfache Technik. Der Pony hat keine elektrischen Fensterheber oder irgendwelchen anderen Schnickschnack. Das hat den Vorteil, dass die Elektrik nicht kaputt gehen kann, gibt ja keine. Zweitens kann jeder Automechaniker der Welt seinen Pony reparieren, wenn er ein bisschen Werkzeug hat. Wer mal mit einem modernen Auto in der Werkstatt war, der weiß: das spart eine Menge Kohle.

"Es gibt in Griechenland vielleicht ein paar hundert Autos, die als Oldtimer, die restauriert worden sind, hier herumfahren."
Auf den Straßen ist der Pony eine Seltenheit geworden, sagt Jörg Krüger

Damit demnächst wieder mehr Ponys auf Griechenlands Straßen herumkurven, arbeitet Namco-Chef Petros Kondogouris hart an einer Neuauflage. Noch können keine neuen Ponys produziert werden, aber sobald das wieder möglich ist, steht Kondogouris bereit. Und er hat auch noch ein Ass im Ärmel. Denn der "Pony 4" könnte ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität werden.