Nachdem der Jemen schon seit Monaten in einem unübersichtlichen Bürgerkrieg versinkt, hat der UN-Sicherheitsrat nun eine Resolution verabschiedet. Unsere Korrespondentin in der Region bezweifelt, dass sie dem Land helfen wird.

Seit Monaten schon herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Die Huthi-Miliz kämpft gegen die Regierung. Gleichzeitig ist der Jemen wohl Schauplatz eines Stellvertreterkrieges: Zwischen Iran, der mutmaßlich die Huthi-Kämpfer unterstützt, und den Ländern, die an der Seite der jeminitischen Regierung kämpfen - allen voran Saudi-Arabien.

Ein Land versinkt im Chaos

Die vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Resolution zum Jemen dürfte an dieser Situation nicht viel ändern, glaubt unsere Nahost-Korrespondentin Cornelia Wegerhoff. Auch wenn die Huthi darin aufgefordert werden, sich aus allen Gebieten zurückzuziehen und ihre Waffen abzugeben. Zudem sollen jegliche Waffenlieferungen an die Kämpfer eingestellt werden. Doch Waffen befinden sich ohnehin schon zur Genüge im Land, da die USA seit 2006 in großem Umfang Waffen an den Jemen geliefert haben.

"Die meisten Huthi kämpfen mit modernen US-amerikanischen Maschinengewehren, denn die USA haben seit 2006 Waffen im Wert von über 400 Millionen Dollar in den Jemen geschickt."
Nahost-Korrespondentin Cornelia Wegerhoff

Die USA wollten mit ihren Waffenlieferungen in den Jemen den Golf von Aden sichern - eine der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt, erklärt Cornelia Wegerhoff - und die Terrorgruppe Al Kaida bekämpfen. Nun sind viele dieser Waffen im Besitz der Huthi. Die Situation in dem Bürgerkriegsland ist derzeit nur schwer überschaubar. Zwischen den Fronten sind laut UN mittlerweile mehr als 120.000 Menschen auf der Flucht.