Erst den Bachelor-Abschluss machen und dann in den Job starten! Oder besser doch den Master dranhängen, weil der Bachelor alleine auch nicht so viel bringt? Viele Studenten plagen sich mit solchen Zukunftsfragen. Aber wie läuft das Bachelor-Studium denn nun wirklich? Wir haben bei den Studenten nachgefragt.

Wir waren auf dem Campus: Was haltet ihr von eurem Bachelor? Die Reaktion: Viele lange Gesichter. Mareike studiert auf Lehramt und weiß, dass ihr Bachelor-Abschluss nicht viel bringen wird. Matthäus studiert Wirtschaftsinformatik - es ist sein zweites Studium, weil er mit seinem Abschluss in Sportwissenschaften keinen Job findet. Sinhem studiert Geschichte und Medienkulturwissenschaften und ist auf Jobsuche. Ihr fehlt Praxiserfahrung, trotz diverser Praktika.

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Umfrage: Das denkt ihr über euren Bachelor-Abschluss
"Wenn ich in einem Semester fertig bin mit meinem Bachelor und einen Job suche, dann habe ich nichts vorzuweisen."

Hannes Schrader sieht das Studium sehr viel positiver als seine Kommilitonen. Er studiert Geschichte und VWL im Nebenfach, will danach auf jeden Fall auch seinen Master machen. Aber er macht sich auch Sorgen, wenn Professoren sich über das Niveau ihrer Bachelor-Studenten beschweren. Hannes hat einen offenen Brief an alle Hochschullehrer geschrieben: Liebe Profs, wir müssen reden! Sein Tenor: Vertraut den Studenten, auch wenn sie mal chaotisch sind. "Fehler zu machen, das gehört nun mal zur Freiheit dazu. Studieren, das heißt vor allem, zu lernen, eigenverantwortlich zu arbeiten."

Ein wenig "verschult" ist ok

Er fühlt sich in seinem Studiengang wohl: Hannes hat zwar Lernvorgaben, kann aber variieren, in seinem Nebenfach VWL sieht es verschulter aus. Sein Fazit: "Ich habe das Gefühl, das Studium ist gut aufgebaut worden." Zu Beginn seines Studiums sah das noch etwas anders. Die Fachschaft musste dafür kämpfen, dass es eine ordentliche Studienordnung gibt.