Der ICE 4 ist da. Auf viel heißen Scheiß hat die Bahn verzichtet. Der Neue soll vor allem funktionieren - inklusive Klimaanlage. Yippie! Lukas Iffländer von Pro Bahn durfte schon Probe sitzen.

Die Bahn weiht am 14. September 2016 offiziell den neuen ICE 4 ein. Lukas Iffländer ist Vize-Vorsitzender bei Pro Bahn und durfte im neuen Zug schon Platz nehmen. Mitfahren durfte er noch nicht, denn dem ICE fehlt noch die Zulassung für Passagiere. Aber gucken war möglich.

"Insgesamt ist das ein sehr solide gebauter Zug", sagt Iffländer. Sein Eindruck ist, dass sich die Bahn wirklich mal Gedanken gemacht hat. Anders als im ICE 3 hat man nicht nur den neuesten Schnickschnack eingebaut, sagt er. Es geht nicht mehr nur darum, den Fluglinien Konkurrenz zu machen.

"Man hat wirklich mal das Gefühl, dass man einen Zug vorgesetzt bekommt, der wirklich auf Dauer fahren soll. Und der auf Zuverlässigkeit getrimmt ist."

Vor allem aber: Der neue ICE ist für Temperaturen deutlich über 30 Grad ausgelegt und getestet worden. Die Klimaanlage soll halten. Hoffen wir es!

Viel schneller wird es mit dem Neuen aber nicht. Der ICE 4 wird 250 Kilometer pro Stunde fahren - eigentlich geht es schneller. Aber der Zug wird vor allem auf Strecken eingesetzt, die keine Spitzengeschwindigkeiten zulassen. Dafür kann der ICE 4 aber deutlich schneller beschleunigen als seine Vorgänger.

Was ändert sich noch? Die Wagen sind länger. "Das ist sinnvoll, dadurch bekommt man mehr Sitzplätze", sagt Iffländer. Die Wagen werden dadurch schmaler und die Gänge auch. Für dicke Koffer könnte es eng werden - und dickere Menschen werden sich wohl auch durchschlängeln müssen.

Ein bisschen Schnickschnack gibt es aber doch: Der ICE 4 hat ein neues Lichtkonzept. Am Morgen geht es los mit einem bläulichen Licht, dass sich dann über Gelb bis zum Abend hin ins Rot verfärbt. Damit passt sich das Licht dem Wach-Müde-Rhythmus der Fahrgäste an - zumindest im Durchschnitt.