Die anonyme Streetart-Künstlerin Barbara überklebt als Kind ein Hakenkreuz mit einer gemalten Sonne. Damit hat sie nie aufgehört: Bis heute verbreitet sie Botschaften in unseren Straßen.

Die anonyme Künstlerin Barbara gibt Interviews nur per Chat. Unser Autor Thilo Jahn entscheidet sich für Facebook um zehn Uhr am Vormittag. Barbara verspricht, pünktlich zu sein. Der Name Barbara fungiert als Pseudonym einer Street-Art Künstlerin, die natürlich genauso gut ein Mann sein könnte. Über 215.000 Menschen bekunden bei Facebook, dass ihnen gefällt, wofür Barbara im öffentlichen Raum bekannt geworden ist.

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Barbara plakatiert Wände und Gegenstände mit eigenen schwarzweißen Botschaften aus dem Drucker oder gestaltet Werbeplakate, Verbotsschilder und Hinweistafeln um, indem sie diese mit Buchstaben beklebt.

Kleb-tomanin, die nicht anders kann

Angefangen hat alles mit einem Hakenkreuz, das ihr Opa bei einem Spaziergang wegwischen wollte, aber nicht von der Wand bekam. Am nächsten Tag ging die kleine Barbara wieder an der Stelle vorbei und klebte eine auf Papier gemalte Sonne über das Hakenkreuz. Seit dem kann sie einfach nicht die Finger von bedrucktem Papier und Klebestreifen lassen.

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Aktuell beschäftigen sich viele Klebearbeiten von Barbara mit der Flüchtlingssituation in Europa und der Verbreitung rechtsradikalen Gedankenguts. Sie will dem Hass und den rechten Parolen etwas entgegensetzen und sich für ein tolerantes, offenes und menschliches Deutschland einsetzen. Als eine Stimme von hoffentlich vielen.

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