Bierkästen sind toll - weil sie ein köstliches Getränk beherbergen - und weil es kaum einen Gegenstand gibt, der besser für Life-Hacks geeignet ist. 

Und schon wieder hätten wir beinahe etwas Weltbewegendes verpasst: Gestern (28.05.2017) lief die 5. Deutsche Meisterschaft im horizontalen Bierkistenstapeln in Rotenburg an der Wümme, in Niedersachsen. Dabei müssen fünf Männer oder Frauen aus Bierkisten eine möglichst lange Wurst in der Luft bauen - nur durch Halten und Zusammendrücken. Gewonnen hat ein Team aus Scheeßel. Mit 59 horizontal gestapelten Kisten.

Was sonst noch alles geht mit Bierkisten, das weiß unser Kollege Moritz Metz in Berlin – er ist Experte fürs Netzbasteln bei Deutschlandfunk Nova – und auch mit Bierkästen hat er schon einige Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel mit dem Bierkastenbett. In seiner Datsche im Berliner Umland hat Moritz gemeinsam mit Freunden eine Matratzenlandschaft gebaut, mit vier Metern Liegefläche – und mit Bierkästen als Lattenrost, die er einfach mit Kabelbindern befestigt hat. Das Praktische: Der Lattenrost ist recycelbar und dank Pfandsystem quasi nur geliehen.  

Funkgesteuerte Bierkästen

Mit 500 Bierkästen lässt sich aber auch ein ganzes Haus im Garten eines Brautpaares bauen. Oder – was vielleicht besser zur Jahreszeit passt – ein Swimmingpool im Garten. Dafür müsst ihr 78 Bierkisten in einem Viereck aufstellen, drei Zeilen hoch. Dann mit Spanngurten fixieren und das Ganze mit Teichfolie auslegen, erklärt Moritz. 4000 Liter Wasser passen in so einen Pool

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Und natürlich gibt es auch einige elektronische Projekte: Ein Künstler hat einen funkgesteuerten Bierkasten gebaut, mit Rädern. Er liefert Bier und ist geländegängig – und könnte damit der perfekte Begleiter fürs Festival sein. Andere bauen sich Lautsprecher und Verstärker in Bierkisten. Dafür zwicken sie mit einer Zange das Innenleben heraus und setzen Lautsprecher ein. Der große Vorteil: Der Biersprecher lässt sich gemeinsam mit dem Partyzubehör transportieren – erst recht, wenn er mit Akku und per Bluetooth betrieben wird.  

Wer nicht ganz so technisch begabt ist, dem empfiehlt Moritz, einen Zeitschriftenständer zu bauen. Dafür müsst ihr einfach den Kasten an der Wand befestigen, die Magazine zusammenrollen und fertig. Und auch in das Expedit-Regal von Ikea passen die Bierkisten perfekt rein – und mutieren so zur Schublade.  Und wer einen grünen Daumen hat, kann sich auch am Kräutergarten im Bierkasten versuchen – ab besten gleich als stapelbares Hochbeet.  

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