Ihr schafft es einfach nicht, im Takt zu klatschen oder zu tanzen? Vielleicht leidet ihr an Rhythmus- oder Takttaubheit. Der eigene innere Rhythmus ist dann nicht im Takt.

Wir haben früh entdeckt, unsere Hände als Musikinstrument einzusetzen. Schon Urzeitmenschen haben sich vor einem Kampf rhythmisch in Rage geklatscht. Dabei verschmelzen die Klatschenden zu einer Einheit, denn Klatschen und der gemeinsame Rhythmus verbinden. Das funktioniert auch noch im Jahr 2014: Hören wir einen rhythmischen Song, in dem Klatschen als Percussion zu hören ist, müssen wir einfach mitklatschen. Pharrell Williams hat dieses Phänomen für seinen Hit "Happy" genutzt.

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So weit so groovy - aber leider ist nicht jeder in der Lage, rhythmisch im Takt mitzuklatschen. Und kanadische Forscher der McGill University in Montreal haben jetzt untersucht, woran das liegt. Ihre Versuchskaninchen: Probanden, die von sich behaupten, dass sie kein Rhythmusgefühl besitzen. Besonders schwierig ist es für diese Menschen, Musik und ihre Bewegung zu synchronisieren. Den Takt mit einem Metronom zu halten, ist für sie fast unmöglich, sobald die Geschwindigkeit verändert wird.

Innerer Rhythmus nicht im Takt

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass diese Rhythmus- oder Takttauben nicht in der Lage sind, ihren inneren Rhythmus mit einem externen zu synchronisieren. Diese Beat Deafness rührt daher, dass schon der innere Rhythmus dieser Menschen nicht im Takt ist, erklären die Forscher. Dieser ganz eigene Groove entsteht dadurch, dass unser Gehirn in einem bestimmten Rhythmus arbeitet, auch neurale Oszillation oder neurale Schwingungen genannt. Andere Rhythmusgeber sind das Herz oder die Atmung. Die meisten Menschen sind in der Lage, diesen inneren Rhythmus auf äußere Impulse einstellen. Wenn sie beim Joggen Musik hören, laufen sie passend zur Musik schneller oder langsamer.

Mehr zum Klatschen im Netz:

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Shownotes
Beat Deafness
Taktlos
vom 10. November 2014
Moderator: 
Till Opitz
Gesprächspartnerin: 
Tina Kießling, Wissensnachrichten