Die beiden Beluga-Wale Little Grey und Little White haben 10.000 Kilometer vor sich. Sie ziehen von einem Großaquarium im chinesischen Schanghai in eine isländische Bucht um: per Lkw, Flugzeug und Fähre. Ein riesiger Aufwand. Doch der Umzug sei ein wichtiges Zeichen gegen die Gefangenschaft von Walen, so Christian Bussau von Greenpeace.

Die zwei Beluga-Weibchen Little Grey und Little White schwimmen zurzeit noch in einem Großaquarium in Schanghai in China. Von dort werden sie per Lkw, Flugzeug und Fähre in eine isländische Bucht gebracht.

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Die beiden Wale haben 10.000 Kilometer vor sich und eine Reise von 30 Stunden. Das klingt nach viel Stress für die Tiere. Doch der Aufwand sei gerechtfertigt, so Christian Bussau von Greenpeace. Die Aktion solle deutlich machen, dass Wale nicht in Großaquarien gehören.

"Es ist ein Riesenaufwand. Aber es geht um ein Zeichen gegen die Gefangenschaft von Walen in Delfinarien und Großaquarien."
Christian Bussau, Biologe bei Greenpeace e.V.

Hinter dem Umzug der Wale steckt Sea Life Trust. Die Umweltschutzorganisation setzt sich dafür ein, dass Großwale nicht mehr in Aquarien gehalten werden. "Wale brauchen riesige Flächen, um normal leben zu können", sagt Christian Bussau.

"Wale, Orkas oder Belugas in Großaquarien zu halten, ist Tierquälerei."
Christian Bussau, Biologe bei Greenpeace e.V.

Sea Life Trust hat für Belugas eine extra Schutz- und Auffangstation in Island geschaffen. Das Schutzgebiet umfasst 4,5 Fußballfelder. Das aktuelle Zuhause der beide Belugas in China - das Großaquarium - ist etwa so groß wie eine Schwimmhalle.

Schutzgebiet für Beluga-Wale

Das Schutzgebiet in Island ist mit einem Netz vom offenen Meer abgegrenzt. Denn die Tiere können nicht ins offene Meer ausgesetzt werden. "Diese Tiere waren ihr ganzes Leben in Gefangenschaft und können höchstwahrscheinlich nicht ausgewildert werden", sagt Christian Bussau. Denn zum Beispiel haben die beiden Belugas nie gelernt, wie sie Nahrung suchen.

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In dem Schutzgebiet werden die beiden Belugas von Wissenschaftlern und Tierärzten beobachtet. "Vielleicht lernen sie schnell wieder normales Verhalten", sagt Christian Bussau. Dann könnten die beiden Wale doch noch ausgewildert werden.