2011 haben die Frauen den Fußball noch "schön" gemacht. Heute herrscht in der Berichterstattung etwas mehr Normalität.

Jahrelang war es auch für die Medien irgendwie etwas besonders, dass Frauen Fußball spielen und dann auch noch Europa- und Weltmeisterschaften veranstalten. Doch die Berichterstattung hat sich geändert, sagt die Soziologin Bettina Staudenmeyer, die am privaten Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis forscht.

"2011 wurde ganz viel über das Geschlecht und wenig über den Fußball berichtet. Das Motto war ja auch '20elf von seiner schönsten Seite!', was Bezug nimmt auf das sogenannte schöne Geschlecht."
Bettina Staudenmeyer, Soziologin am Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis
"Heute steht auch die Hintergrundberichterstattung im Fokus über Lohnungleichheit, Diskriminierung, wie sich Verbände und Spielerinnen gegen Diskriminierung auflehnen. Das hat eine neue Qualität."
Bettina Staudenmeyer, Soziologin am Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis
"Es macht einen großen Unterschied, ob ich das Strukturelle und das Ökonomische oder das Spiel als solches vergleiche. Es ist einfach Fußball, und der wird von verschiedenen Menschen gespielt."
Bettina Staudenmeyer, Soziologin am Tübinger Institut für gender- und diversitätsbewusste Sozialforschung und Praxis

Im Gespräch mit Deutschlandfunk-Nova-Moderator Thilo Jahn erklärt die Soziologin Bettina Staudenmeyer, inwiefern sich die politische Haltung von Spielerinnen verändert hat, warum die Situation in Deutschland im Vergleich zu den USA eine ganz andere ist und warum Hoffnung besteht, dass wir irgendwann nicht mehr über das Geschlecht sprechen müssen (Play-Button oben im Bild).