Sie lieben cremige Konsistenzen, kochen leidenschaftlich gerne und investieren in Fetisch-Gerätschaften wie Niedertemperartur-Garer. Die Rede ist von gastrosexuellen Männern.

Carsten Otte liebt das Kochen und das Essen. Das ist natürlich leicht gesagt, gutes Essen weiß so ziemlich jeder zu schätzen, aber bei Carsten Otte darf die Liebe zum Lebensmittel wörtlich genommen werden. Er ist bekennender Gastrosexueller. Das heißt: Er ist extremmer Koch, Amateur zwar, Hobby-Koch, aber dafür umso leidenschaftlicher. Das ist sein Fetisch. "Das Verhältnis zum Kochen ist ein erotisches", stellt er fest.

"Es geht um ganz besondere Schäume, es geht um Cremes, die tatsächlich sowas wie ein orales Vergnügen bereiten können."
Carsten Otte, Autor und Gastrosexueller

Er hat ein Buch über Gastrosexuelle geschrieben und verrät in eine Stunde Liebe, warum kochende Männer für ihn auch ein Stück Emanzipation sind und warum natürlich auch Frauen gastrosexuell sind.

Ganz abgesehen davon, dass es wohl kaum eine bessere Methode ist, um jemanden geschickt anzuflirten. "Wenn ich davon erzähle, was ich zuhause in der Küche anstelle, dann kommt garantiert das Angebot: 'Ach, komm, das will ich auch erleben, bekoche mich doch mal", berichtet Carsten Otte. "Und dann sind wir schon mitten drin."

Logisch: Mit Fertiggerichten lässt sich niemand verführen.

Liebe, Sex und eine Hochzeit

In einer neuen Folge des Liebestagebuch erzählt Philipp von einer Hochzeitsnacht, in der nicht nur das Brautpaar Spaß hatte. Viel mehr erlebt er mit seiner Traumfrau eine aufregende Feier - die irgendwie gar nicht mehr so richtig aufhören will.