Vertreter von CDU/CSU und SPD treffen sich den zweiten Tag in Berlin zu Sondierungsgesprächen. Über was gesprochen wird - darüber erfahren wir wenig.

Wir erfahren im Moment sehr wenig darüber, was bei den Sondierungen in Berlin besprochen wird. Unsere Korrespondentin Katharina Hamberger kennt den Grund. Es gibt eine Vereinbarung, dass die Beteiligten nicht twittern und sich nicht äußern. 

Der Hintergrund: Bei den Gesprächen zur möglichen Jamaikakoalition war bei einigen der Eindruck entstanden, die Politiker würden nur auf Balkonen herumstehen und sich prächtig amüsieren. Das soll dieses Mal anders laufen. Vor allem möchten die Beteiligten sich dieses Mal einheitlicher präsentieren. Auch das war bei den Jamaikaverhandlungen anders gelaufen.

"Ich würde das so sehen, dass man da ein bisschen mehr Produktivität reinkriegt durch das Stillhalten. Und weil man sich nicht die ganze Zeit darüber unterhalten muss, wer was gesagt hat - vielleicht auch mit welchem Hintergedanken."
Katharina Hamberger, Korrespondentin in Berlin

Ein paar Dinge dringen dann aber doch nach draußen. Zum Beispiel, dass sich die möglichen Koalitionspartner bereits ein Budget gegeben hätten – 45 Milliarden Euro. Ein weiterer Punkt, der heute über die Nachrichtenagenturen verkündet wurde, ist, dass die Klimaziele 2020 aufgegeben werden sollen. Eigentlich gibt es den Plan, den CO2-Verbrauch im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu senken. Aber dieser Plan sei viel zu ambitioniert, hieß es jetzt. Andere Klimaziele hingegen sollen beibehalten werden.

Alles soll schnell gehen

Der Zeitplan jedenfalls ist ziemlich straff. Bis Ende der Woche wollen die Parteien mit den Sondierungen durch sein. Eine Woche später will die SPD dann entscheiden, ob sie sich noch einmal auf Koalitionsverhandlungen einlässt oder nicht.

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