Für Prominente, Politiker oder Bankmanager soll es einen neuen extra sicheren Google-Dienst geben. "Advanced Protection" heißt das Sicherheitsprogramm für besonders gefährdete Personen. Wie das funktionieren soll, erfahrt ihr hier.

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Mit seinem erweiterten Sicherheitsprogramm richtet sich Google in erster Linie an Menschen, die Opfer von zielgerichteten Online-Attacken werden könnten. Damit sind Politiker und Wirtschaftsbosse gemeint. Aber auch Journalisten sind immer wieder Ziel von Hacker-Angriffen.

"Wenn wir beide Opfer eines Hacks werden, dann ist das Zufall. Wenn sich ein Hacker aber speziell auf eine Person konzentriert, dann wird's richtig happig."
Michael Gessat, Deutschlandfunk Nova

Über Soziale Netzwerke und Publikationen im Netz können Hacker einiges über ihre Zielperson erfahren. Oft schicken Kriminelle personalisierte Phishing-Mails an ihre Opfer sowie deren Freunde oder Bekannte. Durch Formulierungen, die Vertrauen erwecken sollen, kommen die Hacker so an weitere persönliche Daten. Auch durch gezielte Anrufe bei Service-Hotlines erschleichen sich Betrüger Kennwörter und Daten. 

Und wie genau funktioniert das Programm?

Ein spezieller USB-Stick von Google soll für zusätzliche Sicherheit sorgen. Nur wenn dieser Stick im PC steckt, kann man sich überhaupt bei den Google-Diensten anmelden. Auch für Smartphones und Tablets wird es eine Extra-Hardware geben.

"Die Zugangs-Hardware darf ich dann aber nicht verlieren oder mir klauen lassen. Sonst steh ich auch wieder doof da."
Diane Hielscher, Deutschlandfunk Nova

Für den Fall, dass man den USB-Stick verlieren sollte, gibt es natürlich auch Absicherungen. Allerdings wird die Überprüfung der eigenen Person und ob man die Zugangsrechte wirklich besitzt wesentlich strenger sein als bei den normalen Accounts. So kann eine Zugangs-Wiederherstellung mehrere Stunden oder sogar Tage dauern.

Apps haben nur beschränkten Datenzugriff

Als weiterer Teil des Sicherheitsprogramms wird es anderen Apps nicht mehr gestattet, auf E-Mails oder Drive-Daten zuzugreifen. Dadurch soll verhindert werden, dass Hacker diese Schnittstelle ausnutzen können. Auch iOs-Apps werden nicht mehr auf Gmail, Google Kontakte oder Google Kalender zugreifen können.

"Da ist die Frage, will man das denn überhaupt haben?"
Diane Hielscher, Deutschlandfunk Nova

Ob sich der Zusatzaufwand und die Restriktionen lohnen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Moment wird das Programm noch getestet. Auch wenn sich Google mit dem Angebot vor allem an besonders gefährdete Personen richtet, kann jeder von dem Programm Gebrauch machen und sich dafür anmelden.