Der Mensch will besitzen und Sinnvolles tun. Eins fehlt dann aber noch zur vollen Zufriedenheit: die Liebe.

Liebe macht glücklich. Der Satz ist so zwar etwas verkürzt, er geht aber in die richtige Richtung. Forschungen von Jan Delhey, Professor für Soziologie an der Universität Magdeburg, zeigen: Das Lieben ist einer der wichtigen Grundpfeiler, auf dem das Glück der Menschen beruht. Daneben sind auch das Haben und das Sein wichtig, also was man jeden Tag so macht.

Liebe führt auf Umwegen zu Erfolg

Um das herauszufinden, führen Jan Delhey und seine Kollegen Umfragen durch mit Menschen, die den Forschern Auskunft geben über ihre Zufriedenheit, ihr Glück und andere emotionale Zustände sowie in welchen Verhältnissen sie leben. Ob sie etwa Arbeit haben oder eine feste Beziehung. Aus den Antworten können die Forscher abschätzen, welche Rolle der Faktor Liebe spielt.

Dass Liebe auch zu (beruflichem) Erfolg führt, ist direkt nicht gemessen. Was bekannt ist: Zufriedene Menschen sind leistungsfähiger. Und wenn Liebe Menschen zufrieden macht, dann führt sie zumindest auf Umwegen auch zu Erfolg.

"Partnerlosigkeit ist schon ein Negativfaktor."
Jan Delhey, Professor für Soziologie an der Universität Magdeburg

Der Unterschied von Singles zu Menschen in einer Beziehung sei nicht sehr groß, sagt Delhey, besonders nicht im jüngeren Alter, weil die Alternativen eher vorhanden sind wie Freunde oder Affären. In höherem Alter mache sich Partnerlosigkeit schon mehr bemerkbar. Delhey: "Sie ist ein Negativfaktor."