Die Mehrheit der Deutschen hat ein bis vier enge Freunde. Die meisten sind zudem überzeugt: Gute Freunde zu haben, ist wichtig.

Das Meinungsforschungsunternehmen YouGov hat 2046 Menschen befragt: 89 Prozent haben dabei angegeben, dass sie mindestens einen engen Freund oder eine enge Freundin haben. 40 Prozent der Befragten nannten ein bis zwei enge Freunde oder Freundinnen, 33 Prozent sprachen von drei bis vier. 11 Prozent von allen Befragten haben gesagt, dass sie niemanden haben, mit dem sie freundschaftlich eng verbunden sind.

Nur ein Freund oder eine Freundin reicht nicht aus

Der Psychotherapeut und Buchautor Wolfgang Krüger sagt, dass uns tiefe Freundschaften Stabilität geben und im Leben verankern und dass wir im Idealfall drei beste Freunde haben, denen wir alles erzählen können. Ein Mensch könne nicht allein abdecken, was wir im Leben und in der Freundschaft suchen. Was eine enge Freundschaft aber genau ist, definiert jeder und jede anders. YouGov gab bei der Befragung nur den Hinweis: "Mit 'eng' meinen wir vertraute Personen, welche Ihnen nahe stehen".

Ehrlicher Umgang ist wichtig in Freundschaften

In einer anderen YouGov-Studie aus dem Jahr 2018 gab ein Großteil der Befragten, nämlich 70 Prozent, an, gute Freundschaften mit ehrlichem Umgang zu verbinden und, dass man über alles reden können muss.

Insgesamt haben enge Freundschaften auch einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Verena von Keitz. In den regelmäßigen jährlichen Umfragen des Allensbach-Institutes für Demoskopie geben seit Jahren etwa 85 Prozent der befragten Deutschen an, dass es sehr wichtig für sie ist, gute Freunde zu haben.