Studieren für alle - dank Bafög - hat heute nicht mehr viel mit der Realität zu tun. War das mal anders? Und was ist seit der Einführung des Bafögs in den 1970er-Jahren passiert? Eine Bildungsgeschichte.

Studieren ist teuer. Die Mieten sind kaum mehr zu bezahlen. In München kann für ein WG-Zimmer schon mal 600 Euro im Monat fällig werden. Im Bundesschnitt sind es an den Hochschulstandorten 400 Euro.

Abhilfe soll hier eigentlich das Bafög schaffen – eine Abkürzung, die für Bundesausbildungsförderungsgesetz steht. Studierende werden damit vom Bund finanziell gefördert. Abhängig vom Einkommen der Eltern bekommen sie Geld, das sie später nur teilweise wieder zurückzahlen müssen.

Das Ziel: Auch wer aus weniger privilegierten Familien stammt, soll sich ein Studium leisten können. So weit die Theorie. Heute scheint das Bafög vielen nicht zu reichen. Außerdem wird es von Jahr zu Jahr seltener beantragt.

Dass das einmal anders war – und was seitdem passiert ist – erzählen wir in dieser Folge von Eine Stunde History.

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Karl-Heinz Reith, Journalist und Fachautor für Bildung, über das Vorgängermodell des Bafögs, das Honnefer Modell.
  • Die Soziologin und Bildungsforscherin Jutta Allmendinger über die sozialliberale Bildungspolitik, die zur Einführung des Bafögs führte.
  • Der Sozialwissenschaftler Marcel Helbig über die heutige Bildungspolitik.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über die Geschichte des Bafögs.
  • Deutschlandfunk-Nova-Reporter Armin Himmelrath über die Bedeutung des Bafögs für Studierende in den 1970er Jahren.