In Polen und Tschechien gibt es Silvester-Böller zu kaufen, die in Deutschland verboten sind. Die illegalen Böller haben eine deutlich höhere Sprengkraft.

Die Böller sind zwar nicht unbedingt made in Polen oder Tschechien, sondern auch mal made in China. Verboten sind sie in Deutschland aber aus gutem Grund. Denn statt Schwarzpulver ist da ein "Blitzknallsatz" drin. Das ist eine Mischung aus Kaliumperchlorat und feinem Aluminiumpulver. Dieser Blitzknallsatz verbrennt mit hohen Temperaturen und sehr hoher Reaktionsgeschwindigkeit und erzeugt bei der Explosion einen hellen Blitz und einen lauten Knall.

Genau diese Komponenten machen die Billig-Böller, die über Polen und Tschechien illegal nach Deutschland exportiert werden, so gefährlich. Die Feuerwehr in Hamburg hat sich diese Billigböller besorgt und unter anderem in einer Schweinepfote explodieren lassen. Ergebnis: Die Pfote war völlig aufgeplatzt. Knochen und Sehnen lagen frei. Eine menschliche Hand würde ähnlich aussehen. Selbst mit zahllosen Operationen wäre die Hand nicht wiederherzustellen, denn:

"Bei unseren Versuchen waren meistens die Gliedmaßen komplett abgesprengt."
Werner Nölken, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg

Auf Gütesiegel achten

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Böllerkauf auf Gütesiegel achten. In Deutschland legale Böller haben entweder ein CE-Siegel. Das ist auf den Böller selbst oder zumindest auf die Verpackung gedruckt. Oder man sucht die "BAM-Nummer" (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung).