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Wenn "Black Widow" am 8. Juli 2021 bei uns in die Kinos kommt, dann passiert das 432 Tage später als geplant. Eigentlich sollte der Film vergangenes Jahr starten, doch durch die Pandemie kam es anders. Eine Verzögerung, die sich auch wegen des Erscheinens nach "Avengers - Endgame" als unglücklich erweist.

Das dramatische Ende von Natasha Romanov aka Black Widow zum Ende von "Phase 3" der Comichelden-Saga "Avengers" hat wahrscheinlich kein Marvel-Fan vergessen. Nun sind zwei Jahre vergangen und sie ist plötzlich wieder im Kino, mit einer Story, die in Phase 3 spielt, nämlich chronologisch zwischen "Thor – Tag der Entscheidung" und "Avengers – Infinity War". So kennen wir das Ende der "Black Widow", bevor der Film beginnt.

Es ist die Origin-Story ihrer Figur, in der es um Familiengeschichte, Herkunft, Waisenhaus mit Ausbildung zur russischen Elite-Killerin und um den alles beherrschenden Verrat geht. Gespielt wird "Black Widow" wieder von Scarlett Johansson. Wir schauen in dieser Ausgabe – selbstverständlich Spoiler frei – gemeinsam rein. Anna Wollner hat außerdem mit einem der wenigen männlichen Nebendarsteller des Films gesprochen, David Harbour ("Stranger Things"), der in "Black Widow" Natasha Romanovs Vater spielt.

Angestrengtes Zuschauen bei Berlinale-Gewinner "Bad Luck Banging or Looney Porn"

Ebenfalls neu im Kino in dieser Woche ist der diesjährige Berlinale-Gewinner "Bad Luck Banging or Loony Porn", ein rumänisches Sozialdrama über Rassismus, Homophobie und moralische Utopien in einer zerrissenen Gesellschaft. Aufgehängt am Schicksal einer Lehrerin, die mit ihrem Ehemann zusammen zu Hause einen Privat-Porno dreht, der dann versehentlich im Internet landet. Ein hoch anstrengender Film mit vielen wichtigen Botschaften, aber als Spielfilm kaum zu ertragen: Einzelne Szenen werden immer wieder gemischt mit wahllos zusammengeschraubt wirkenden Bild- und Video-Installationen.

Liebe für "Loving her"

Für Serien-Fans haben wir etwas Tolles in der ZDF Mediathek gefunden: "Loving Her", eine Mini-Serie der großartigen Berliner Filmemacherin Leonie Krippendorff ("Kokon"). In sechs etwa 13-minütigen Folgen (Handy-geeignet) geht es um queere, diverse Coming-of-Age-Geschichten, in denen sich Hauptdarstellerin Banafshe Hourmazdi als Hanna, frisch nach Berlin gezogen, in der Liebe ausprobiert. Wunderbar sanft gedreht, nie reißerisch aber trotzdem explizit in Aussage und Bildern: So geht Mini-Serie 2021.