Marina Eßer renkt nicht ein, sondern bringt durch sanfte Berührungen die Harmonie zurück in den Körper. Nicht nur in unsere, sondern auch in Hundekörper.

Im Bereich Hundeosteopathie gibt es richtige Ausbildungen. Marina Eßer hat so eine gemacht und widmet sich seither besonders den Vierbeinern. Allerdings wirklich nur Hunden, keinen anderen Tieren. Ach ja, und Menschen natürlich auch noch.

Wenn ein Hund zum Beispiel Narben hat, durch Kastration oder andere Operationen, dann kann es sein, dass sich Organe nicht mehr richtig bewegen können. Marina Eßer fühlt sich dann über ihre Hände in den Hundekörper ein und bietet einem Organ sozusagen wieder eine Richtung an, in die es gehen kann.

"Es sieht oft aus wie Handauflegen, aber es passiert ganz viel unter den Händen. Du spürst dich ins Gewebe rein. Du kannst auch Organe spüren und in welche Richtung es sich bewegt."

Das geht natürlich mit Wirbeln oder Faszien genauso. "Die sind gerade ein riesen Thema", sagt Marina Eßer. Sie erfühlt und ertastet dann mit ihren Händen, ob sich die Faszie bewegt oder eben nicht. Unser ganzer Körper und auch der eines Hundes bestehen aus Bindegewebe und einer Menge Faszien. Osteopathen müssen sensible Hände haben. "Das ist erlernbar", sagt Marina Eßer.