Hinweis der Redaktion vom Juni 2019: Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel erhebt gegen eine Bloggerin und Autorin schwere Vorwürfe, die vor allem die Fälschung der eigenen Familiengeschichte betreffen. Auch eine Reportage für Deutschlandfunk Nova ist in der Kritik.

Im Audiobeitrag hört ihr ein Gespräch aus dem Grünstreifen vom 2. Juni. Christian Schmitt spricht mit unserer Online-Redaktionsleiterin Lena Stärk über die Ereignisse.



Durch Recherche und Berichterstattung von Kolleginnen und Kollegen der Presse haben wir triftige Hinweise erhalten, dass eine Gastautorin in einem Beitrag für die Sendung Einhundert über Sexualaufklärung in Indien unwahre Behauptungen über ihren Lebenslauf gemacht hat. Auf unsere mehrfache diesbezügliche Anfrage haben wir von ihr bisher keine persönliche Stellungnahme erhalten.

Autorin nimmt zu den Vorwürfen bislang keine Stellung

Nach ausführlicher redaktioneller und rechtlicher Prüfung stellen wir leider fest, dass die Glaubwürdigkeit der Autorin so stark angezweifelt werden muss, dass wir ihre Beiträge nicht mehr guten Gewissens veröffentlichen können. Betroffen davon sind die oben genannte längere Reportage, aber auch zwei Interviews, in denen sie über Ihr zivilgesellschaftliches Engagement und einen an sie verliehenen Medienpreis Auskunft gibt.

Wir müssen uns in diesem Zusammenhang auch damit auseinandersetzen, trotz unserer hohen Standards möglicherweise einer gezielten Täuschung aufgesessen zu sein. Wir werden daher unsere Kriterien zur Abnahme von Beiträgen noch einmal überprüfen und weiter schärfen. Sollte sich unsere Beurteilung des Vorfalls aufgrund neuer Erkenntnisse ändern, werden wir euch informieren.

Im Audiobeitrag hört ihr ein Gespräch aus dem Grünstreifen vom 2. Juni. Christian Schmitt spricht mit unserer Online-Redaktionsleiterin Lena Stärk über die Ereignisse.