Ihr seid im Urlaub, aber eure Pflanzen sind daheim. Was tun? Die Blumen müssen ja in eurer Abwesenheit gegossen werden. Wir erklären, wie man die Blumen am besten versorgt.

Es gibt natürlich vollautomatische Schlauchsysteme mit Zeitschaltuhr. Deutschlandfunk-Nova-Reporter Pascal Fischer sagt, bei diesen Geräten gilt: lieber morgens als abends gießen, denn morgens schlafen die Schnecken noch und die Erde ist noch recht kühl. Das kalte Wasser würde abends die Wurzeln der Pflanzen erschrecken. 

Wenn es geht, sollte man auch lieber alle zwei bis drei Tage wässern und nicht jeden Tag. Das rät auch Anette Stadler, fachliche Mitarbeiterin beim Bayrischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege.

"Wenn Sie alle zwei bis drei Tage gießen, dann wachsen die Wurzeln eher nach unten, was Sie ja haben wollen. Dann trocknet es da nicht so leicht aus."
Anette Stadler, Bayrischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege

Die Wurzeln wachsen da am schnellsten, wo das Wasser eher hinkommt. Beim täglichen Gießen kommt nur oben im Topf Flüssigkeit an und die Erde weiter unten trocknet aus, sagt Anette Stadler.

Bewässerung mit Tonkegeln

Beim Ton-System verbindet man einen Wassertank durch Schläuche mit kleinen Tonkegeln, die in der Blumenerde stecken. Ist der Boden trocken, tropft Wasser in die Erde. Im Innern dieses Kegels entsteht ein Unterdruck und so fließt Wasser durch ein Ventil nach. Ist die Erde feucht, kommt das Wasser wieder zurück in den Kegel. Das System gibt es fertig im Laden zu kaufen.

Solche Lösungen kann man auch selber basteln: Löcher mit einer Nadel in den Flaschenverschluss stechen und die 500- bis 750-ml-Flasche umgedreht in die Erde stecken. Fertig! Hier kann man aber auch schnell überwässern, sagt unser Reporter. 

Wässern mit Kerzendocht

Ein anderer Trick geht so: Einen Baumwoll-Docht am Boden eines Eimers befestigen, den Eimer mit Wasser füllen und den Docht mit den Löchern unten im Blumentopf verbinden. Die Pflanze saugt sich das Wasser dann an. Dabei muss der Eimer etwas höher stehen als der Topf. Bei dieser Technik verdunstet leider auch viel Wasser. Gartenbau-Expertin Anette Stadler ist darum skeptisch und empfiehlt, wenn überhaupt, mehrere Dochte zu verwenden.

"Das ist jetzt nicht was, was wir als Fachleute empfehlen würden. Da reicht natürlich ein Docht für einen ein bisschen größeren Topf auf keinen Fall aus!"
Anette Stadler, Bayrischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege

Die Badewanne eignet sich auch zur Bewässerung. Man nehme ein Handtuch, lege es mit einer Hälfte in die gefüllte Wanne, die andere Hälfte liegt auf einem Beistelltisch und darauf steht der Blumentopf. Durch die Löcher im Topf holt sich die Pflanze das Wasser. Leider bekommen die Pflanzen in der Wohnung kaum Frischluft. Darum, sagt unser Reporter, die Blumen vielleicht doch besser draußen hinstellen. Da bekommen sie auch manchmal Regen ab.

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