Rot, weiß oder sogar blau: Rosen gibt es in etlichen Farben. Aber auch ihre Farbenvielfalt hilft der Blume nicht weiter: Rosen sind nicht mehr angesagt. Wilde Blumen dafür umso mehr.

Rosen sind unter den Blumen ein Klassiker. Für viele Menschen sind sie das Symbol der Liebe, das sie am Valentinstag oder zum Geburtstag verschenken. Im aktuellen Zeitgeist, besonders unter den Schnittblumen, hat die Rose allerdings ausgedient.

In Blumensträußen und Gestecken findet sie gerade nicht statt, sagt Manfred Hoffmann, Kreativdirektor beim Fachverband Deutscher Floristen: "Die Rose steht nicht für Freiheit. Momentan ist das Naturempfinden ganz wichtig. Und die Rose ist ein Produkt des gemachten Gartens."

"Die Rose steht nicht für Freiheit."
Manfred Hoffmann, Kreativdirektor beim Fachverband Deutscher Floristen

Die einen sehen in der Rose die Liebe, Manfred Hoffmann den gemachten Garten. Anders als eine Naturblume ist die Rose formal und gegensätzlich zum aktuellen Wunsch nach mehr Natürlichkeit im Blumenstrauß, sagt er.

Wild, leicht, ungezwungen soll es sein. Eben so, wie Wald- und Wiesenblumen es sind: Kornblumen, Kamille, Schleierkraut, Rittersporn, Kosmeen und Gräser in allen Formen füllen jetzt die Blumenläden und die Social-Media-Feeds. Als frische Blume genauso wie getrocknet - Stichwort Eukalyptus.

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Mehr Natur im Blumenstrauß

Die Entwicklung zu mehr Natur und Natürlichkeit erklärt sich Manfred Hoffmann durch ein Bedürfnis nach verstärkter Nachhaltigkeit. "Wir haben eine ganz starke Hinwendung zum Lokalen und Regionalen, eine starke Hinwendung zur Natur und auch zum Nachhaltigkeitsgedanken", so Manfred Hoffmann. Das heißt, ein klassischer Strauß von der Tankstelle aus Rosen und Gerbera, der in Plastik eingewickelt verkauft wird, ist aus der Mode gekommen.

Geschmack entscheidet zum Schluss

Natürlich ist auch die Wahl der passenden Blume Geschmacksache. Bedeutet also: "Am Ende ist natürlich das wichtigste, was dir gefällt, und danach solltest du die Blumen ja auch kaufen", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Rahel Klein. "Und wenn du Rosen liebst - ja dann go for it!"

Welche Rose unter den Neuzüchtungen die beeindruckendste ist, entscheidet heute (16.06.) übrigens die Jury des internationalen Rosenneuheiten-Wettbewerbs in Baden-Baden. Sie suchen die "Goldene Rose".