Meistens sprechen wir von einem gebrochenen Herzen wenn wir traurig sind, wegen Liebeskummer zum Beispiel. Das Broken-Heart-Syndrom ist aber eine richtige Krankheit und kann auch in Folge von Glücksmomenten entstehen.

Bekannt war bisher, dass negative Erlebnisse ein Broken-Heart-Syndrom auslösen können. Beispielsweise Liebeskummer, ein Todesfall oder ein gewaltsamer Überfall. Jetzt haben Wissenschaftler des Schweizer Uni-Spitals in Zürich aber herausgefunden, dass einige Patienten mit gebrochenem Herzen extrem positive Dinge erlebt haben. Zum Beispiel eine schöne Geburtstagsparty, eine Hochzeit oder den Sieg des Lieblings-Fußballteams.

"Das Broken-Heart-Syndrom greift tatsächlich das Herz stark an."
Stephanie Gebert (DRadio Wissen) über das Broken-Heart-Syndrom

Das Broken-Heart-Syndrom äußert sich wie ein Herzinfarkt. Man bekommt kaum noch Luft und hat Schmerzen im Brustkorb. Wichtig ist aber, dass das Broken-Heart-Syndrom anders behandelt wird, als ein Herzinfarkt. Denn beim gebrochenen Herzen schüttet der Körper eine Überdosis Adrenalin aus. Dadurch verkrampft sich der Herzmuskel und das Blut kann nicht mehr richtig zirkulieren.

"Die Sterblichkeiktsrate beim Broken-Heart-Syndrom liegt bei 3,2 Prozent."
Stephanie Gebert (DRadio Wissen) über das Broken-Heart-Syndrom

Erkennen könnte ein Arzt den Unterschied zwischen einen Herzinfarkt und einem Broken-Heart-Syndrom durch eine Herzkatheter-Untersuchung. Anders als beim Infarkt sieht der Arzt dann offene Herzkranzgefäße. Und beim gebrochenen Herzen müssen dann Beta-Blocker verschrieben werden. Die beruhigen das Herz. Für Mediziner ist die Erkenntnis, dass auch Glücksmomente ein gebrochenes Herz machen können, sehr wichtig für ihre Diagnose. Bei den Symptomen können sie künftig nämlich auch nach einem möglichen freudigen Auslöser für den Herzschmerz fragen.