In Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin darf kein Coffeeshop eröffnet werden. Kiffer müssen weiterhin ihr Cannabis illegal auf der Straße kaufen.

Es wird weiterhin keinen legalen Coffeeeshop in Berlin geben. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatte diesen Antrag gestellt, allerdings wurde er abgelehnt. Aber warum sollte überhaupt ein legaler Coffeeshop in Berlin eröffnet werden? Die grüne Bezirksregierung von Friedrichshain-Kreuzberg wollte damit den illegalen Handel mit Gras im Görlitzer Park einschränken.

Regional produziertes Gras

Hätte der Bezirk die Lizenz bekommen, hätte er vier "Cannabis-Fachgeschäfte" eingerichtet. Die Lizenz dafür hätten Apotheken, Headshop-Betreiber oder die Suchthilfe übernommen. Maximal zehn Gramm Cannabis hätten Kunden pro Einkauf mitnehmen können und maximal 60 Gramm im Monat. Nur volljährige Bewohner von Friedrichshain-Kreuzberg hätten dort einkaufen dürfen, keine Touristen und auch keine Teenies.

Abgelehnt wurde der Antrag übrigens vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die Begründung: Im Coffeeshop würde Gras zu Genusszwecken und nicht zu medizinischen Zwecken verkauft. Aus diesem Grund sei das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auch gar nicht für die Bewilligung des Antrags zuständig. Stattdessen müsste der Gesetzgeber das Betäubungsmittelgesetz ändern.

Kein Cannabis für alle

Zudem geht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte davon aus, dass ein Coffeeshop nichts bringen würde, wenn da nur Bewohner von Friedrichshain-Kreuzberg einkaufen könnten. Denn wenn es darum geht, den illegalen Drogenhandel im Görlitzer Park zu unterbinden, spielen dabei auch Touristen und Bewohner anderer Bezirke Berlins eine große Rolle.