Warum man in Deutschland fast doppelt so viel für Hanf bezahlt wie in den Niederlanden.

Der deutsche Hanfverband findet das Urteil des Verwaltungsgerichts in Köln natürlich gut. In einem Kommentar zum Urteil heißt es auf der Seite des Verbandes: "Mit ihrem Urteil stellen die Richter klar, dass drei der Kläger sowohl alle Behandlungsalternativen ausgeschöpft als auch angemessene Sicherungsvorkehrungen zum Cannabisanbau in der eigenen Wohnung getroffen haben. Damit schrumpft der Ermessensspielraum des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte, dahingehende Anträge abzulehnen, noch mehr."

900 Euro im Monat​

Wir sprechen mit dem Vorsitzenden Georg Wurth darüber, warum Cannabis in Deutschland so teuer ist. Ein Patient, der Cannabis gegen Schmerzen oder zur Krampflinderung einnehmen darf, der zahlt bei einem Konsum von zwei Gramm am Tag etwa 900 Euro im Monat dafür. Bei den Nachbarn in den Niederlanden würde die selbe Menge nur halb soviel kosten.

Kein Cannabis-Anbau

Georg Wurth erklärt das damit, dass in Deutschland kein Cannabis angebaut werden darf. Weil also noch mehr Zwischenhändler dazu kommen - zwischen den Niederlanden und deutschen Apotheken, ist Hanf bei uns etwa um das Doppelte teurer. Außerdem würde die Menge extra klein gehalten.

Georg Wurth ist Lobbyist und Aktivist. Er ist Geschäftsführer und Inhaber des Deutschen Hanfverbandes, der größten Organisation der Hanfbewegung in Deutschland.