Stundenlanger Sex. Auf Drogen. Mit unterschiedlichen Leuten. Darum geht es auf Chemsex-Partys. Sie gehören für Teile der schwulen Szene in Großstädten dazu.

In Eine Stunde Liebe erzählen Raphael, Melanie und Norbert davon, wie sie in die Szene der Chemsex-Partys rein und wie sie wieder rausgekommen sind. Alle drei sind heute clean.

"Die Drogen enthemmen dich. Du traust dich mehr."
Raphael, war jahrelang in Berlin auf Chemsex-Partys

Raphael erzählt im Podcast, wo und wie die Partys ablaufen. Raphael hat mit Hilfe seines neuen Partners und einer Psychotherapie den Ausstieg geschafft. Er sagt, es geht bei diesen "Chill Outs" auch darum, sich abzulenken und Einsamkeit zu bekämpfen.

"Ich wusste, ich muss damit aufhören. Zu meinem eigenen Wohl."
Raphael, war jahrelang in Berlin auf Chemsex-Partys

Sascha Milin forscht in Hamburg zu Chemsex. Er erklärt, um welche Substanzen es geht und wie die Stigmastisierung von schwulem Sex damit zusammenhängt.

"Bei Chemsex geht es konkret um Methamphetamin, Ketamin, GHB/GBL und Mephedron."
Sascha Milin, Suchtforscher, UKE Hamburg

Norbert aus Köln hat erfolgreich eine Therapie gemacht. Er hat eine Selbsthilfegruppe gegründet, die Leuten hilft, Freundschaften und Kontakte außerhalb der Chemsex-Szene zu finden.

Hier gibt es Hilfe