Am 21. August 2010 ist der Filmemacher und Aktionskünstler Christoph Schlingensief mit nur 49 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung gestorben. "Enfant terrible" und "Provokateur" wurde er genannt, seine Filme, Inszenierungen und Werke waren laut, oft unbequem, ein "Finger in der Wunde der Gesellschaft". Diese Woche kommt eine packende Doku über ihn in die Kinos, "Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien".

Gut zwei Jahrzehnte hat Christoph Schlingensief in den 90er und 2000er-Jahren Filme, Theaterstücke, Performances und Aktionen inszeniert. Oft eckte er damit an, wurde nicht verstanden, missverstanden, angefeindet, belacht und hat vor allem viel Kopfschütteln geerntet. Mit vielen seiner oft hoch politischen Arbeiten wollte Schlingensief "der Gesellschaft die Maske runter reißen". Er legte sich zum Beispiel mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl an und gründete sogar die Protestpartei "Chance 2000".

Ein lautes, schrilles öffentliches Leben eines immer jung gebliebenen, eher stillen Mannes, der nicht einmal 50 Jahre alt wurde. "Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien" setzt ihm und seinem umstrittenen künstlerischen Schaffen ab dieser Woche ein Denkmal. Wir hören in den Film rein und sprechen mit der Regisseurin Bettina Böhler.

Biohackers – Forschung, Ethik und Moral

Anna Wollner hat sich für uns die neue deutsche Netflix-Hoffnung "Biohackers" angeguckt, eine Drama/Thriller-Serie über junge Studierende an einer süddeutschen Elite-Uni, an der – entgegen allen Regeln von Ethik und Moral – an der Bio-Technik von morgen geforscht wird.

Außerdem neu im Kino ist diese Woche der B-Movie-Horror-(Trash-)Film "Follow Me": Der junge, sehr erfolgreicher Influencer Cole (Keegan Allen aus "Pretty Little Liars"), der sich ständig für seine Follower bei allem filmt und streamt, was er so macht, lässt sich mit seinen Freunden in einen russischen Escape-Room einladen. Das Problem: Niemand dort hat ein Interesse daran, dass die "Kandidaten" es jemals wieder herausschaffen. Erst recht nicht lebendig.