Christopher Schacht ist 19 Jahre alt, als er zu seiner Weltreise aufbricht. Mit 50 Euro in der Tasche. Vier Jahren später hat er 100.000 Kilometer hinter sich gebracht und ist einmal um die Welt gereist.

Für eine Weltreise hatte Christopher damals gar nicht das Geld. Deshalb hat er einfach von vorneherein nur 50 Euro in die Tasche gesteckt. In den Niederlanden ist der damals 19-Jährige gestartet, dann durch Frankreich nach Spanien getrampt und hat schließlich auf einer Yacht angeheuert, um den Atlantik zu überqueren. Zwischendurch hat Christopher immer mal wieder gearbeitet.

"In dem Moment, als ich aufgebrochen bin, war mir das Gefühl der Freiheit am Wichtigsten. Einfach von einem Tag auf den anderen leben zu können."
Christopher Schacht, Weltreisender

Tatsächlich segelte er bis in die Karibik, bereiste danach Südamerika, segelte von Panama aus über ein Jahr lang über den Pazifik vorbei an verschiedenen Inselgruppen nach Japan und Korea. Von da aus ging es weiter auf dem Landweg durch China, quer durch Asien bis in den Mittleren Osten, Iran, in die Türkei zurück nach Europa. 100.000 Kilometer hat Christopher innerhalb von vier Jahren abgerissen.

Christopher Schacht
© Christopher Schacht

Für alle, die mit wenig Geld beim Reisen auskommen müssen, hat Christopher drei Tipps:

  1. Unterkunft: Zelten, Hängematte, Couchsurfing
  2. Transport: Trampen, Arbeiten auf Segelyachten
  3. Essen: nicht wählerisch sein, alles essen, was am Günstigsten ist und gut nährt

Christopher hatte nie ein Problem, zwischendurch Jobs zu finden. Seine Tipps für die Jobsuche:

  • Interesse an den Menschen und der Sprache zeigen
  • Positive und optimistische Ausstrahlung
Christopher Schacht
© Christopher Schacht

Natürlich lief nicht immer alles glatt und Christopher kamen zwischendurch Zweifel, aber: "Auch die Herausforderungen und die Schwierigkeiten gehören zum Leben dazu und das sind die Situationen, an denen man wachsen kann".

"Mehr Glück als Verstand"

Der frischgebackene 24-Jährige hat während der ganzen Reise keine lebensbedrohlichen Situationen erlebt oder ist ausgeraubt worden: "Mehr Glück als Verstand könnte man sagen und es war auch sicherlich so", sagt Christopher von sich selbst.

"Kommunikation macht am meisten Spaß, wenn man sich nicht so leicht verständigen kann, weil man dann gezwungen ist, sehr theatralisch und übertrieben zu formulieren."
Christopher Schacht, Weltreisender

Der Norddeutsche hat während seiner Reise Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Koreanisch gelernt.