Das TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump ist gelaufen. Wir schauen mit dem Gesichtsspezialisten Dirk Eilert ganz genau in ihre Gesichter - und küren seinen Debatten-Gewinner.

Dirk Eilert ist Mimik-Experte, bezeichnet sich selbst als "Gesichterleser". Und genau das hat er gemacht: Er hat sich die TV-Debatte zwischen den beiden Präsidentschaftskandidaten Trump und Clinton angesehen. Was sie gesagt haben, war ihm nicht so wichtig. Er wollte in ihre Gesichter schauen und herausfinden, was in ihnen vorgeht. Und während unser Kollege Thilo Kößler Hillary Clinton als klare Gewinnerin sieht, kommt Eilert zu einem anderen Schluss.

Trump ist der bessere Zuhörer

"Beim Reden hat Hillary Clinton gewonnen", sagt Dirk Eilert, "beim Zuhören aber hat Donald Trump gewonnen." Immer dann, wenn der Republikaner die Demokratin verbal angegangen ist, hat sie Stresssignale gezeigt: Sie hat gelächelt, nach unten geguckt, mit den Fingern auf dem Rednerpult herumgespielt, ihre Blinzelrate war stark erhöht. Das seien alles Elemente von Angst, so Eilert: "Man hat ihr den Stress angemerkt."

"Clinton hat Stresssignale gezeigt. Das haben die Wähler unbewusst auf jeden Fall gemerkt."
Dirk Eilert, Gesichtsspezialist

Hillary Clinton hat in den vergangenen Jahren aber sehr viel gelernt. Sie ist keine Rampensau wie Donald Trump, sagt Dirk Eilert. Aber früher als First Lady und später als Senatorin sei sie noch sehr arm an Gesten und Mimik gewesen, extrem zurückhaltend. "Dieses Mal hat sie sehr überzeugend und sicher gewirkt." Es sei trotzdem noch Luft nach oben.

16 Likes, 2 Comments - Dirk W. Eilert, CSP (@dirkeilert) on Instagram: "Heute Nachtschicht. Nonverbale Analyse des TV-Duells Clinton vs. Trump von 3 bis 4:30 Uhr. Um 8:30..."
Heute Nachtschicht. Nonverbale Analyse des TV-Duells Clinton vs. Trump von 3 bis 4:30 Uhr. Um 8:30 Uhr gibt es die Auswertung im SAT 1 - Frühstücksfernsehen. #clinton #trump #usa #sat1

Trumps Körperbeherrschung sei in den meisten Fällen souveräner gewesen, vor allem wenn es ums Zuhören ging. Ganz ruhig lauschte er seiner Kontrahentin. "Kopf leicht im Nacken, den Kopf leicht zu Seite geneigt, das macht sympathischer und glaubwürdiger", erklärt Eilert. Aber: "Trump ist einfach Trump." Er war so, wie die Wähler ihn kennen, da gab es keine Überraschungen, er wird sich nicht mehr steigern können.